Boxen : In Brand füllt sich die Südsee

Das Becken im Tropenpark wird geflutet

Claus-Dieter Steyer

Brand - Knapp drei Wochen vor der Eröffnung des Tropenparks im südlich von Berlin gelegenen Brand strömen jetzt an sieben Tagen riesige Wassermassen in die frühere Luftschiffhalle. Sie füllen das große Becken, in dem Besucher ab dem 19. Dezember bei 28 bis 31 Grad Wassertemperatur baden können. Nirgends in Europa gibt es nach Angaben der Betreiber eine größere überdachte Wasserfläche. Sie misst im künftigen „Tropical Islands Resort“ 4000 Quadratmeter – viermal so groß wie ein Olympiaschwimmbecken. Die so genannte Südsee wurde in Form eines Halbkreises angelegt, in der Mitte sind zwei größere Inseln.

Zum Kommando „Wasser Marsch!“ bemühte sich gestern ein brasilianisches Tanzensemble redlich um eine Südseestimmung, wie sie nach der Eröffnung hier mehrmals täglich verbreitet werden soll. Doch angesichts des Baulärms und der vielen Bagger und Lkw fielen gestern Gedanken an eine Tag und Nacht scheinende künstliche Sonne, an Wärme, Ruhe, Dschungel und warmes Badewasser nicht ganz leicht. Bald aber sollen laut Plan entlang der ganzen Breite des Badebeckens ein feiner Sandstrand, Liegestühle und Bars zum Entspannen einladen. „Genau diese Atmosphäre wird uns die Besucher bescheren“, zeigte sich Verkaufsmanager David Eickelberg zuversichtlich.

Nach den Kalkulationen müssten pro Tag mindestens 1750 Gäste die Tropenhalle besuchen, damit diese schwarze Zahlen schreibt. „Zwei Drittel werden aus Berlin kommen – entweder als Hauptstadttourist oder als Einwohner“, erwartet Eickelberg. Ein Vier-Stunden-Aufenthalt kostet für einen Erwachsenen je nach Tageszeit und Wochentag zwischen 5 und 20 Euro. Kinder von 4 bis 13 Jahren zahlen die Hälfte; auch Senioren ab 65 Jahre erhalten Ermäßigungen. Der billigste Tarif gilt montags bis donnerstags und sonntags zwischen 22 und 6 Uhr.

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