Boxen : Kanzlerbesuch: Eine Million leere Wohnungen in Ostdeutschland

In Ostdeutschland stehen nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) rund eine Million Wohnungen leer. Ursache für den hohen Leerstand sind die hohe Arbeitslosigkeit und der Wegzug aus den einstigen ländlichen Industrieregionen der DDR. Als besonders betroffen gelten unter anderem die brandenburgischen Städte Schwedt und Eisenhüttenstadt sowie Stendal und Wolfen in Sachsen-Anhalt.

In Sachsen-Anhalt ist das Problem am größten. Die Leerstandsquote - bezogen auf den Bestand der Wohnungen, die von Wohnungsunternehmen verwaltet werden - beträgt dort 15,1 Prozent. In Sachsen liegt diese Quote bei 13,5 und in Thüringen bei 12,5 Prozent. Es folgen Brandenburg mit 10,5 und Mecklenburg-Vorpommern mit 6,2 Prozent. Im Durchschnitt stehen in den neuen Bundesländern über 11 Prozent der Wohnungen leer, in Westdeutschland sind es lediglich 2,7 Prozent.

Den rund 1200 im Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen zusammengeschlossenen Wohnungsbaufirmen entstehen durch den Leerstand Kosten in Milliardenhöhe. Allein den Mietausfall bezifferte der Verband für 1999 auf knapp 3,4 Milliarden Mark, hinzu kommen Instandhaltung und Bewirtschaftung.

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