Kolumne : Unterm Adler

Thorsten Metzner verrät, wie Brandenburgs CDU auf den Hund kommt

Wer zuerst auf die Idee kam, ist noch nicht geklärt: Wie Vera Lengsfeld in Berlin ist in Brandenburg jetzt auch die frühere Justizministerin Barbara Richstein im Wahlkampf auf den Hund gekommen: Nicht Richstein, sondern ihr wirklich süßer Jack Russell ziert das Großplakat der Christdemokratin, auf dem sonst nur die ranken Beine einer laufenden Sportlerin zu sehen sind. Der Text: „Felix hat den richtigen Riecher.“ Auf einem anderen Plakat „Mit Elan in den Landtag“ joggt Felix neben Richstein her, die von sich immerhin behaupten kann, Marathon-Weltmeisterin unter Parlamentariern zu sein. Und da es im Havelland offenbar viele Hundefreaks gibt, hat Felix jetzt sogar einen eigenen Internet-Blog. Eins ist klar: Falls Richstein erneut das Direktmandat gewinnen sollte, obwohl mit Finanzminister Rainer Speer (SPD) diesmal ein Schwergewicht gegen sie antritt, hat sie das garantiert Felix zu verdanken.

Mit Witz versucht es auch Alard von Arnim, der in der Uckermark für die Union antritt: Er stammt aus einem alten Adelsgeschlecht, hat aber mit dem populären SPD-Landesvater Matthias Platzeck den schwierigsten Gegner. Der nach 1990 in die Heimat zurückgekehrte Abgeordnete und Landwirt (Slogan: „Einer von hier“) hat jetzt seine persönlich-ironische Antwort auf die landesweite SPD-Kampagne: „Zweitstimme – Platzeck-Stimme“ gefunden. Sein Werbeflyer zeigt den Uckermark-Wahlzettel allein mit dem Ausschnitt für die Erststimme – das Kreuz natürlich bei von Arnim.

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