Boxen : Kummer übers Korn

Bauern erwarten zehn Prozent Ernteausfälle

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Paaren/Glien Dem Weizen war es zu trocken, dem Raps zu kalt, den Kirschen zu feucht – das Jahr 2005 ist kein gutes für die märkische Landwirtschaft. Mit zehn Prozent Ernteausfall im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre rechnet der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg für 2005, das liege im Bundestrend. Zudem seien die Betriebskosten gestiegen und die Preisentwicklung für Ackerfrüchte sei ungewiss.

Bei Brandenburgs Haupt-Ackerfrucht, dem Roggen, bewegten sich die Erwartungen zwischen vier und fünf Tonnen je Hektar, sagte LBV-Präsident Udo Folgart am Freitag in Paaren/Glien zum offiziellen Auftakt der Getreideernte im Land. Im Vorjahr seien 5,3 Tonnen je Hektar geerntet worden. Roggen wird in der Mark auf knapp 182000 Hektar angebaut. Die Ernte hat vereinzelt begonnen.

Wegen der Trockenheit sind die Winterweizenbestände laut Folgart „untypisch weit entwickelt“.

Das langjährige Mittel von knapp sechs Tonnen je Hektar werde bestenfalls knapp geschafft. Besonders starke Einbrüche verzeichneten die Obstbauern bei der Kirschernte.

Folgart beklagte, dass die Dieselpreise viel zu hoch sind: Vier Liter Milch müssten verkauft werden, um einen Liter Dieselsprit zu kaufen. ddp

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