• Landespolitik: Gewerkschaft gegen Umzug von Polizei-Hubschraubern nach Schönhagen

Landespolitik : Gewerkschaft gegen Umzug von Polizei-Hubschraubern nach Schönhagen

Die vom Innenministerium geplante Verlegung der Hubschrauberstaffel der Polizei von Schönefeld zum Flugplatz Schönhagen findet nicht die Zustimmung der Gewerkschaft. Die Gründe für den Umzug seien "an den Haaren herbeigezogen".

PotsdamDie Gewerkschaft der Polizei (GdP) wehrt sich gegen einen möglichen Umzug der Hubschrauberstaffel der Polizei vom Flughafen Schönefeld zum Flugplatz in Schönhagen. Landeschef Andreas Schuster bezeichnete das Vorhaben in Potsdam als "Fehlentscheidung des Innenministeriums". Die aufgeführten Gründe für die Entscheidung seien "an den Haaren herbeigezogen und überwiegend falsch".

Derzeit ist die Hubschrauberstaffel noch am Flughafen Schönefeld stationiert. Nach Angaben von Schuster plant das Innenministerium mit Blick auf den Ausbau Schönefelds zum Großflughafen Berlin Brandenburg International einen Umzug der Hubschrauberstaffel nach Schönhagen. Dabei habe das Innenministerium erst 2008 plötzlich seine Meinung geändert. Denn zuvor sei acht Jahre Schönefeld als Standort geplant gewesen. 2004 sei sogar ein Planfeststellungsbeschluss gefasst worden, demzufolge die Hubschrauberstaffel im Nordteil des Flughafens Schönefeld untergebracht werden sollte.

Schuster wies mehrere Argumente des Innenministeriums für einen Umzug zurück. So sei Schönhagen nicht billiger und liege auch nicht zentraler. Auch das Argument eines höheren Risikos für terroristische Anschläge in Schönefeld könne nicht gelten. Es sei der GdP "vollkommen neu, dass sich die Polizei aus Gefahrenbereichen zurückzieht". Eigentlich sei es Aufgabe der Polizei, gerade dort Präsenz zu zeigen. (jvo/ddp)

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