Boxen : Landwirtschaft: Erntesaison läuft auf Hochtouren

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Das gefällt den Bauern: Mähdrescher und Strohsammler können von früh bis spät ihre Runden drehen, die Erntesaison läuft auf Hochtouren. Nach Auskunft des Potsdamer Agrarministeriums ist die Ernte der Wintergerste bereits abgeschlossen worden. Derzeit holen die Landwirte Winterraps, Winterroggen und zum Teil schon Winterweizen von den Feldern. Falls kein starker und langer Regen einsetzt, rechnen die Bauern mit einem Ertrag von 4,8 Tonnen Getreide pro Hektar. Das wäre der höchste Ertrag seit zehn Jahren. Allerdings fällt die Bilanz örtlich unterschiedlich aus. Vor allem im Nordwesten des Landes ärgern sich Landwirte über die ungenügende Ausbildung der Körner in den Weizenähren. Da fehlte es im Mai an Niederschlägen. Gute Aussichten bestehen bis jetzt auch für die Kartoffelernte. Die Feuchtigkeit im Boden reicht dafür noch aus. Allerdings warnen die Experten vor der hohen Brandgefahr auch in der Landwirtschaft. Trocken sind nicht nur die Wälder - trotz des Regens am Sonntag herrscht in der Lausitz die höchste Brandwarnstunde vier -, sondern auch die Felder. Offenes Feuer oder eine glühende Zigarettenkippe können leicht große Schläge in Brand setzen. Das Risiken besteht für die Gurkenanbauer im Spreewald nicht. Nach zwei- bis dreiwöchiger Verzögerung durch den überwiegend kühlen Juni läuft die Ernte jetzt auf ihren grünen Feldern auf Hochtouren. Überall sind die so genannten Gurkenflieger im Einsatz. So hat der Volksmund die Erntegeräte getauft, bei denen die Helfer auf dem Bauch liegen und sich wie im Überfliegen die reifen Gurken schnappen.

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