Boxen : Lausitzring: Chef des Eurospeedway will Landesinteressen stärker berücksichtigen

Die Betreibergesellschaft des Lausitzringes will die Interessen der Region und der Stadt Cottbus künftig stärker berücksichtigen. Das sicherte Geschäftsführer Hans-Jörg Fischer den Chefs der zehn größten Cottbuser Hotels sowie der Industrie- und Handelskammer zu. Jetzt soll dem Land Brandenburg bei den "Vermarktungsaktivitäten" Priorität eingeräumt werden, heißt es in einer Mitteilung nach dem Treffen. Allerdings steht dort auch eine entscheidende Einschränkung: " . . wo immer möglich".

Das Treffen war eine Reaktion auf die Stornierung von großen Zimmerkontingenten für die Teilnehmer der Champcar-Serie im September. Nicht in Cottbus und Umgebung sollte der erwartete Tross aus 2000 bis 3000 Fahrern, Helfern, Sponsoren und Prominenten untergebracht werden, sondern in Dresden. Fischer hatte diese Entscheidung mit der geringen Zimmerkapazität und der schlechten Verkehrsanbindung in der Lausitz begründet. Politiker und Unternehmen der Region reagierten darauf erbost. Nicht Brandenburg, das den Lausitzring mit 241 Millionen Mark Fördermittel unterstützt hatte, mache das erste große Geschäft, sondern die Hoteliers in Sachsen.

Nun wurde vereinbart, die "Kontingente während des Champ-Car-Wochenendes gemeinsam zu vermarkten". Einzelheiten waren nicht zu erfahren. Einig waren sich Fischer und die Cottbuser Hotelchefs in der Kritik über die schlechten Verkehrsverbindungen zwischen dem Lausitzring und Cottbus. Diese müssten rasch verbessert werden. Über die Autobahn ist Dresden in rund 30 Minuten erreichbar, nach Cottbus braucht der Autofahrer auf einer schmalen Bundesstraße dagegen im Schnitt die doppelte bis dreifache Zeit. Ste.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben