Boxen : LEG-Defizit: PDS: Gesellschaft auf Kerngeschäft reduzieren

Nach dem abermals gestiegenen Fehlbetrag bei der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) hat die PDS am Dienstag eine schnelle Umstrukturierung der Gesellschaft gefordert. Die LEG für Städtebau, Wohnen und Verkehr wird nach jüngsten Angaben in der ersten konsolidierten Bilanz ein Defizit von rund 48 Millionen Mark ausweisen. Der von Geschäftsführer Rainer-M. Geisler am 11. September genannte Fehlbetrag von 34 Millionen DM muss wegen Rückstellungen für ein Projekt in Groß Glienicke noch um vier Millionen DM erhöht werden. Dies bestätigte LEG-Sprecherin Frauke Nippel in Groß Glienicke. Hinzu komme ein Minus von zehn Millionen DM aus Beteiligungen.

Die konsolidierte LEG-Bilanz soll im Oktober testiert vorliegen. Für das laufende Geschäftsjahr werde erneut ein Verlust ausgewiesen, der aber nicht so hoch wie im vergangenen Jahr sei, sagte Nippel. Die PDS wolle sich erst nach Durchsicht der Bilanz zu möglichen politischen Konsequenzen äußern, sagte ihr wirtschaftspolitischer Sprecher Ralf Christoffers. Er forderte aber einen schnellen Rückzug der LEG aus der Wohnungspolitik und umgehenden Verkauf der Anteile an der LEG-Wohnen an den Mitgesellschafter Deutsche Kreditbank.

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