Boxen : LER-Streit: Landtag für Kompromiss

Potsdam (dpa).

Potsdam (dpa). Grünes Licht für einen Kompromiss im Streit um den Religionsunterricht gab gestern der Hauptausschuss des Potsdamer Landtages. Alle Fraktionen signalisierten dabei ihre Zustimmung, ein Vergleichsangebot des Bundesverfassungsgerichts zu prüfen. Der Ausschuss bat Landtagspräsident Herbert Knoblich (SPD), einen entsprechenden Antrag zu formulieren. Er soll in der nächsten Sitzung des Parlaments in der kommenden Woche beschlossen werden. Der Vorsitzende des Hauptausschusses und SPD-Fraktionschef Gunter Fritsch bezeichnete die Entscheidung als "Gebot der politischen Vernunft". Allerdings blieben davon die unterschiedlichen Auffassungen über die Fächer Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) und Religion zwischen den Koalitionspartnern SPD und CDU unberührt. Darüber könne erst dann gesprochen werden, wenn der Vergleichsvorschlag aus Karlsruhe vorliege.

Die CDU und die Kirchen fordern, Religion als Wahlpflichtfach im Stundenplan zu verankern. Dagegen soll nach dem Willen der SPD LER auch weiterhin alleiniges Pflichtfach bleiben.

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