Boxen : Liebe Versprecher

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Brandenburger Tor zum Knabbern. Designerin Constanze Lohbeck hat Gebäude in Keksform entwickelt. Die patentierten Mürbeteigplätzchen gibt es als Brandenburger Tor, Reichstag oder Hochhäuser vom Potsdamer Platz. Auf Bestellung stellt sie auch das eigene Firmenhaus her. Bestellung unter der 3958671 oder www.berlinerplaetzchen.de. cof

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Der „Kleine Eisbär“ in Kreuzberg. Zu einer besonderen Lesung lädt der Stadtkunstverein „urban dialogues“ am Mittwoch: Grünen-Politiker Özcan Mutlu liest aus „Der Kleine Eisbär“ auf Deutsch und in Türkisch. Beginn 16 Uhr,Wrangelstraße 64, Kreuzberg. Der Eintritt ist frei. kög

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Eine Feier für die Obdachlosen. Die Arbeitsgemeinschaft Leben mit Obdachlosen mit über 70 Mitgliedsvereinen lädt am Mittwoch von 13 bis 17 Uhr zum Fest der Obdachlosen in die Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Straße 65 in Kreuzberg. Georg Kardinal Sterzinsky und Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) kommen auch. kög

Der Abend begann mit einem durchaus nahe liegenden Versprecher, der kein bisschen peinlich war: „Wir freuen uns, dass Ralf Rothmann hier ist, um aus seinem neuen Roman ’Junge Liebe’ zu lesen“, sagte die Lyrikerin Karin Kiwus . Als Gastgeberin begrüßte sie den Berliner Autor in der Akademie der Künste mit liebevoll persönlichen Worten. Zwanzig Jahre sei es nun her, dass Rothmann ihr ein frühes Werk zugesandt und mit einem schüchternen „Hochachtungsvoll“ signiert habe. Sein Roman „Junges Licht“ hätte auch „Junge Liebe“ heißen können, sagte Rothmann, doch der Titel sei ihm nicht mehr ganz frisch vorgekommen. Mit leicht erkälteter, aber immer hörbuchtauglicher Stimme trug Rothmann aus seinem Buch vor, dem wunderbar poetischen Roman einer Kindheit im Ruhrgebiet der Sechzigerjahre. Ein Buch voll junger Liebe. Einmal auf den Geschmack gekommen, erzählte Rothmann von weiteren Versprechern und Verwechslungen: Dass man seinen Roman „Milch und Kohle“ schon als „Milch und Asche“ rezensiert habe. Oder dass er auf Lesungen zuweilen als Patrick Roth vorgestellt werde. Auch das liegt nahe: Roth schreibt für Suhrkamp wie Rothmann. Und die beiden sehen sich sogar ein bisschen ähnlich. mah

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