Boxen : Märker scheuen Internet: Die Online-Angebote von Berlin und Brandenburg

meh

Die Steuererklärung über das Internet abgeben, den Führerschein am Computer unterschreiben; einfach nur, wenn man auf www.brandenburg.de klickt - das wäre bürgernah, und schnell. Doch vor 2002 wird die offene Kommunikationsplattform des Landes eine Einbahnstraße im Netz für die Bürger bleiben. Die Zeit für die Online-Verwaltung sei noch nicht reif, da die einheitlichen Rahmenbedingungen fehlen, so die Redaktion.

Das gilt auch für Berlin.de, die offizielle Homepage des Landes Berlin. "Die technischen Investitionen für eine interaktive Verwaltung sind zu hoch", sagt Pressesprecher Marcel Pelletier. Frühestens 2002 sei mit einer interaktiven Verwaltung zu rechnen, mit einem Standard für die digitale Signatur, wie ihn die Stadt Bremen per Gratis-Chipkarte und Lesegerät für 1000 Bürger ausprobiert.

Dennoch nutzen fünf Millionen Bürger monatlich das Netz-Angebot von berlin.de (auch wenn es gelegentlich überlastet und offline ist): mit eigener E-Mail-Adresse, Kalender, Stadtplan, Amtsblatt, E-Commerce-Angeboten. Das Brandenburger Online-Angebot (seit 1996 im Netz) kommt mit ähnlichen Angeboten, optisch aber schlichter daher: ohne Werbung, mit mehr Meldungen. 600 000 Zugriffe verzeichnet Brandenburg.de im Monat. Bedeutend mehr dürften es erst werden, wenn man seine Steuererklärung online abgeben kann.

0 Kommentare

Neuester Kommentar