Boxen : „Meine Wahl bringt Aufbruchstimmung nach Brandenburg“

CDU-OberbürgermeisterinTiemann will die Wirtschaft ankurbeln

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Wie kam es zum „Wunder von Brandenburg“ , von dem CDUInnenminister Jörg Schönbohm spricht?

Wir hatten in den vergangenen 13 Jahren in der Stadt Brandenburg unter SPD-Verantwortung nicht nur Stillstand, sondern Rückschritt. Die Brandenburger wollten den Wechsel.

Sie wollen Brandenburg zur „attraktivsten Stadt des Landes“ machen.

Bislang fristet die Stadt oft ein Schattendasein. Attraktiv wird Brandenburg aber nur, wenn es gelingt, die Wirtschaft anzukurbeln.

Wie wollen Sie das erreichen?

Ich bin gewohnt, klare Entscheidungen zu treffen und im Team zu arbeiten. Ich denke, dass allein schon meine Wahl eine Aufbruchstimmung bringen wird.

Wie geht es mit dem „Loch“ in der Stadtmitte weiter, das Sie zuschütten ließen?

Das Stadtparlament hat beschlossen, den Markt zu befestigen, als Übergangslösung, bis sich ein neuer Investor findet. Leider ist bisher nichts passiert. Ich werde da für Tempo sorgen.

Ihr Stellvertreter im Rathaus wird Ihr SPD-Kontrahent Norbert Langerwisch sein. Wie gehen Sie mit ihm um?

Es gab Angriffe, die persönlich verletzend waren. Das vergisst man nicht so schnell. Ich will mit Herrn Langerwisch aber konstruktiv zusammenarbeiten.

Die CDU ist stärkste Rathausfraktion. Werden Sie versuchen, die PDS-Beigeordnete Birgit Hübner abwählen zu lassen?

Dazu gibt es keine Veranlassung. Es ist kein einfacher Bereich. Mein Eindruck ist, dass Frau Hübner sich da wacker schlägt.

Ist das der Dank dafür, dass die PDS in der Stichwahl nicht Langerwisch unterstützte?

Nein.

Brandenburg hat künftig eine CDU-SPD-PDS-Rathausspitze. Kommt also die ganz große Koalition für Brandenburg?

Nein, ich strebe gar keine feste Koalition an und will Oberbürgermeisterin für alle Brandenburger sein. Ich will mit wechselnden Mehrheiten regieren, zum Beispiel auch die Gartenfreunde mit ihren 8000 Mitgliedern einbeziehen.

Was machen Sie mit Ihrer Baufirma?

Ich gebe sowohl die Geschäftsführung als auch meine Anteile an der Firma ab.

Ihr Mann betreibt das private Brandenburger Stadtfernsehen. Leistet sich die neue Oberbürgermeisterin einen „Haussender“?

Das ist Unsinn. Die Einschaltquoten des Stadtfernsehens liegen bei über 60 Prozent. Das heißt, der Sender kommt gut an. Außerdem kann die Stadt doch glücklich sein, wenn Printmedien und elektronische Medien zu einem guten Image von Brandenburg an der Havel beitragen.

Das Interview führte Thorsten Metzner.

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