Michendorf : Streit um Versteigerung von Traumhaus

Zu Jahresbeginn stoppte er wegen des Ärgers mit den deutschen Behörden die Verlosung seines Hauses – jetzt hat ein Österreicher aus Michendorf einen anderen Weg gefunden.

Sandra Dassler
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Der Preis ist heiß. Diese Villa in Michendorf kann man per Quiz gewinnen. Foto: privat

Michendorf - Ab 21. Oktober will der Österreicher Franz-Josef Kellner sein Haus in Michendorf samt zweieinhalbtausend Meter großem Grundstück im Rahmen eines Gewinnspiels veräußern. Unklar ist bisher noch, ob sich daran auch Deutsche beteiligen können. Ein Sprecher des Potsdamer Innenministeriums dementierte am Montag eine diesbezügliche Aussage Kellners. Der Österreicher behauptet „laut Auskunft des Innenministeriums Brandenburg dürfen an unserem Gewinnspiel auch deutsche Teilnehmer mitmachen, da es sich um kein Glücksspiel handelt.“ Der Ministeriumssprecher sagte hingegen, dass „gegenüber Herrn Kellner weder schriftlich noch mündlich erklärt worden ist, dass sein jetzt geplantes Haus-Quiz kein Glücksspiel sei. Kellner hatte das Innenministerium um neuerliche Prüfung gebeten, nachdem seine ursprüngliche Verlosung beanstandet worden war. Die jetzige Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.“

Ob die Prüfung am Mittwoch beendet ist, sei noch unklar, sagte der Sprecher. Auch Franz-Josef Kellner, der vergeblich versucht hat, sein Haus zu verkaufen, will sich um Klärung bemühen. Wie berichtet, kann man für 59 Euro an dem Quiz teilnehmen, die Zahl der Bewerber will Kellner aber auf 13 900 begrenzen.

Kellner hatte die Villa vor zehn Jahren für seine Familie gebaut, als er in Potsdam arbeitete. Nun sind die Kinder groß, Kellner ist Pensionär, er lebt wieder in Österreich. Weil sich kein Käufer fand, kam er auf die Idee mit der Verlosung. Laut Auskunft des Innenministeriums kann man sich unter www.berlin-hausgewinn.de registrieren, da es sich um kein Glücksspiel, sondern ein Quiz handelt." Sandra Dassler

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