Millionengeschäft : Diese 65 Seen kauft Brandenburg

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DIE VORGESCHICHTE  

Das Bundesunternehmen BVVG privatisiert einst volkseigene DDR-Flächen, auch Seen. 2009 formierte sich Protest in Initiativen und Umweltverbänden, weil die BVVG zahlreiche Seen privatisieren wollte und damit der öffentliche Zugang für Erholungssuchende gefährdet war. Die Ost-Länder intervenierten, der Bund stoppte 2010 den Verkauf.

DIE ENTSCHEIDUNG

Der Bund lehnte die kostenlose Abgabe des DDR-Erbes strikt ab und verwies auf das Haushaltsrecht. Anfang 2011 bot der Bund 143 Seen im Paket an. Seither wurde verhandelt. Brandenburg machte eine Bestandsaufnahme – und übernimmt jetzt für 3,74 Millionen Euro 65 Seen, alle größer als fünf Hektar, insgesamt 2800 Hektar groß, samt Uferflächen.

DIE FOLGEN

Details klärt eine Arbeitsgruppe der Landesregierung. Die Seen sollen an Kommunen, Angler- und Naturschützvereine übertragen werden. Finanzminister Helmuth Markov (Linke) legte sich am Montag bereits fest: „Wir übertragen kostenlos.“ Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD): „Die Pachteinnahmen decken die Kosten für die Bewirtschaftung.“

WEITERE SEEN

17 Seen aus dem Preußen-Vermögen stehen dem Land kostenlos zu. Verbände und Kommunen haben für 36 kleinere Seen ein Vorkaufsrecht. axf

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