Boxen : Mordfall Ulrike: Streit um 170.000 Mark Belohnung

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Der mutmaßliche Mörder von Ulrike ist gefasst und geständig. Doch um die von Polizei, Privatpersonen und Firmen ausgesetzte Belohnung ist ein Streit entbrannt. So hat der Tipp-Geber, der die Polizei auf den ausgebrannten VW Polo aufmerksam gemacht hatte, Forderungen erhoben. Sein Hinweis brachte die Ermittlungen entscheidende Schritte weiter. Offenbar macht auch der Mann, der die Leiche des am 22. Februar verschleppten Mädchen am 8. März nahe des Flugplatzes Werneuchen gefunden hat, Ansprüche geltend. Wie die Anteile der insgesamt 170 000 Mark verteilt werden, soll erst nach Auswertung aller Hinweise entschieden werden. Erst dann könne beurteilt werden, ob unter den Hinweisen entscheidende Angaben waren, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Potsdam.

Von den 170 000 Mark waren 3000 Mark von der Polizei bereit gestellt worden. Den Rest der Summe stellten von Firmen und Privatpersonen bereit. Sie hatten dafür gesorgt, dass die Belohnung im Laufe der Ermittlungen immer weiter aufgestockt wurde. Wer welche Beiträge bereit stellte, war am Sonnabend nicht zu ermitteln. Über die Verteilung der Summe konnten weder die Staatsanwaltschaft in Frankfurt/Oder noch der polizeiliche Lagedienst in Eberswalde nähere Angaben machen.

Das Eberswalder Polizeipräsidium hatte die privaten Auslober während des laufenden Einsatzes nach und nach registriert. Meistens wollen solche Spender nicht öffentlich genannt werden, hieß es beim Lagedienst der Berliner Polizei auf Anfrage. Über die Verwendung des Geldes entscheiden die Spender selbst. Polizeibeamten steht keine Belohnung zu.

Der 25-jährige Mörder, der Ulrike sexuell missbraucht und erdrosselt hat, befindet sich seit gut einer Woche in Untersuchungshaft.

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