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München Das Bundesinnenministerium soll bereits 1999 darauf gedrängt haben, die Einzelfallprüfung bei Visa-Anträgen abzuschaffen. Wie das Magazin „Focus“ berichtet, hat das Innenressort am 18. August 1999 vom Auswärtigen Amt verlangt, „in der Regel auf die Vorlage von weiteren Unterlagen im Zusammenhang mit der Bonität des Einladers zu verzichten“. Dieser Forderung sei das Außenministerium am 2. September 1999 mit einem Runderlass nachgekommen. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD), der an Freitag als Zeuge im Untersuchungsausschuss aussagen soll, sei damals über die Vorgänge nicht unterrichtet gewesen. Schilys Ministerium habe das Auswärtige Amt aufgefordert, „grundsätzlich Verpflichtungserklärungen zu akzeptieren, auch wenn keine Aussage zur Bonität enthalten ist“. ddp

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