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Hoffnung für

Brandenburgs Schreiadler

Potsdam - Für den vom Aussterben bedrohten Schreiadler gibt es Hoffnung. Im vergangenen Jahr seien in Brandenburg 13 Jungvögel von Menschenhand aufgezogen und anschließend wieder ins Nest gesetzt worden, sagte der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, am Montag. Ohne das Schutzprogramm hätten wegen des kalten und feuchten Frühlings nur drei der geschlüpften Vögel überlebt. Seit 2004 nehmen Umweltschützer bei den 22 noch in Brandenburg lebenden Schreiadlerpaaren eines der Küken nach dem Schlüpfen aus dem Nest und ziehen es wochenlang auf, bevor sie es wieder den Eltern übergeben. Das Zweitgeborene fiele sonst dem für Greifvögel typischen „Geschwistermord“ zum Opfer. Von den 13 im Jahr 2009 künstlich aufgezogenen Jungvögeln haben alle überlebt. 2008 hatten die Umweltschützer zehn Küken durchgebracht. Noch sind alle Exemplare des seltensten Adlers Deutschlands in ihren Winterquartieren im Süden Afrikas. Im April werden sie wieder in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erwartet, den einzigen Regionen in der Bundesrepublik, in denen der Vogel noch vorkommt. ddp

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