Nazi-Aufmarsch : Rechte und Linke demonstrieren in Lübben

Anlässlich einer Neonazi-Kundgebung haben sich am Samstag in der Spreewald-Stadt Lübben zahlreiche Anhänger der rechten und linken Szene versammelt. Die Polizei versuchte mit einem Großaufgebot Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten zu verhindern.

LübbenDie Gruppen seien strikt getrennt worden, sagte Polizeisprecher Thomas Wilde. Es habe zunächst keine Zwischenfälle gegeben. Die Gruppen sammelten sich am Bahnhofsvorplatz und wollten dann auf verschiedenen Routen durch die Stadt ziehen.

Die Neonazis hatten für Samstag eine Kundgebung angemeldet, um gegen die Schließung des berüchtigten Szenetreffs "Bunker 88" zu protestieren. Die Stadt hatte am Donnerstag beschlossen, das Gelände zu kaufen und dort Wohnungen zu errichten. Am Freitag hatte sich zudem das Bürgerforum "Tolerantes Lübben" gegründet, das sich gegen den Rechtsextremismus starkmachen will.

Polizisten aus mehreren Bundesländern

Für den Aufmarsch der Neonazis waren zwei Gegenkundgebungen angekündigt worden. So hatten die Autonome Antifa sowie das Forum gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zur Teilnahme an Demonstrationen gegen Rechts aufgerufen.

Die Veranstaltungen waren von der Polizei unter Auflagen genehmigt worden. Nach Schätzungen von Teilnehmern versammelten sich am frühen Nachmittag rund 300 Neonazis sowie etwa 100 linke Demonstranten am Bahnhof. Die Polizei war mit Beamten aus Berlin, Brandenburg und weiteren Bundesländern im Einsatz. (iba/ddp)

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