Neues Sicherheitskonzept : Mehr Sicherheit beim Baumblütenfest in Werder

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss ein neues Sicherheitskonzept für das Ende April beginnende Fest. Angesichts der Katastrophe bei der Loveparade im Juli 2010 hatte die Polizei Bedenken gegen das Sicherheitskonzept beim Baumblütenfest geäußert.

Werder/Havel Das Baumblütenfest in Werder/Havel soll in diesem Jahr sicherer werden. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am Donnerstagabend ein neues Sicherheitskonzept für das Ende April beginnende Fest, wie die Erste Beigeordnete der Stadt, Manuela Saß, am Freitag mitteilte. Dazu gehöre unter anderem ein verändertes Wegeleitsystem und die Verbreiterung einer Pontonbrücke, die im Notfall eingesetzt werden könne.

Angesichts der Katastrophe bei der Loveparade im Juli 2010 hatte die Polizei Bedenken gegen das Sicherheitskonzept beim Baumblütenfest geäußert. Polizeipräsident Rainer Kann warnte, die Brücke, die zur Inselstadt führt, könne ähnlich wie der Tunnel in Duisburg zum Flaschenhals bei einer Panik oder bei Rettungsaktionen werden.

Um dies zu verhindern, soll laut Saß die Pontonbrücke des Technischen Hilfswerks, die in den vergangenen Jahren den Einsatzkräften vorbehalten war, auf 3,50 Meter verbreitert und im Notfall für Gäste eingesetzt werden. Um auf dem Festgelände mehr Raum für die Besucher zu schaffen werden zudem die Stände an der Kreuzung Torstraße/Uferstraße verschwinden. In der Torstraße sollen nur noch auf einer Seite Buden stehen. Auch der Dümichenplatz in der Nähe der Brücke soll neu gestaltet werden. Ebenso wurden eine Erhöhung der Transportkapazitäten und die Beobachtung der Besucherströme beschlossen.

Das diesjährige Baumblütenfest beginnt am 30. April und endet am 08. Mai. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben der Stadt rund eine halbe Million Besucher. Die Tradition besteht bereits seit 132 Jahren. 1879 schlug der Obstzüchter Wilhelm Wils erstmals vor, den Höhepunkt der Obstbaumblüte in den Berliner Tageszeitungen bekannt zu geben und alle Naturfreunde dazu einzuladen. Tausende waren diesem Aufruf damals gefolgt. (dapd)

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