Boxen : Neuhardenberg: Brandenburg am Zug Flughafen-Betreiber haben Genehmigung beantragt

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Neuhardenberg. Die Bemühungen, den ehemaligen DDRRegierungsflughafen Neuhardenberg zum Standort des Billigfliegers Ryanair für die Hauptstadtregion zu machen, gehen in die nächste Runde. Nach Auffassung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg sollen die Brandenburger Verkehrsbehörden entscheiden, ob aus ihrer Sicht ein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist oder ob eine einfache Änderung der Betriebsgenehmigung für den Flughafen ausreicht. Während ein Planverfahren mindestens ein halbes Jahr dauern würde, wäre die Genehmigung relativ rasch zu ändern. Deshalb wird diese Lösung dem Vernehmen nach von Brandenburg angestrebt. Der Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft des Flughafens Neuhardenberg, Dieter Vornhagen, hat jetzt die Einleitung des Genehmigungsverfahrens beantragt.

Zugleich prüft die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg weiter, ob die Ziele des gemeinsamen Landesentwicklungsplans durch die Nutzung Neuhardenbergs gefährdet würden. Dem Entwicklungsplan nach soll Schönefeld zum einzigen internationalen Verkehrsflughafen der Region ausgebaut werden.

Vornhagen sagte dem Tagesspiegel, man beabsichtige nicht, dem geplanten Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld Konkurrenz zu machen. „Wir wollen ein Flughafen für Ryanair sein.“ Wenn die Fluggesellschaft über Neuhardenberg den ehemaligen Ostblock erschließe, sei das ein Gewinn für die Hauptstadtregion und auch für den BBI. Die befürchtete Sogwirkung auf andere Fluggesellschaften sieht der Geschäftsführer nicht.

Die für das Genehmigungsverfahren notwendigen Gutachten für den Flughafen Neuhardenberg im Hinblick auf Lärmschutz, Sicherheit und meteorologische Gegebenheiten seien bereits fertiggestellt. du-

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