Boxen : Neuruppin: Im "Blutrausch" zu Tode geprügelt

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Die Staatsanwaltschaft Neuruppin spricht von "Blutrausch": Zwei junge Männer haben in der Nacht zu Freitag in Wittenberge einen 61-Jährigen in seiner Wohnung zu Tode geprügelt. Die Täter, der 18 Jahre alte Christian K. und der 20-jährige Nico M., wurden rasch gefasst und in Untersuchungshaft genommen. Das Duo ist geständig. "Sie haben das Opfer mit schwerem Schuhwerk getreten und mit allem geschlagen, was sie finden konnten", sagte der ermittelnde Staatsanwalt Torsten Sauermann. Als Tatwerkzeuge erwähnte er unter anderem Aschenbecher und eine Bratpfanne, außerdem hätten die beiden Täter einen Schrank auf den Mann geworfen. Die Wohnung des Opfers sei verwüstet.

Das Motiv ist unklar, allerdings sind laut Sauermann keine Anzeichen für einen rechtsextremen Hintergrund zu erkennen. Der Staatsanwalt sagte jedoch, ein Zeuge haben einen Täter der rechten Szene zugeordnet. Kleidung und Kurzhaarschnitt deuteten auch in diese Richtung, "aber in Brandenburg sehen viele junge Männer so aus".

Die Täter sind vorbestraft, wegen Diebstahls und Körperverletzung. Details konnte Sauermann nicht nennen. Nach seinen Angaben haben sich die Schläger und das Opfer gekannt - alle drei wohnten im selben Plattenbau. Das Viertel sei ein "sozialer Brennpunkt", sagte Staatsanwalt Sauermann. Der 61-jährige Klaus-Dieter H. hatte schon mehrmals Konflikte mit den Tätern, die teilweise zu Schlägereien ausgeartet sein sollen. Aber auch Christian K. und Nico M. hätten sich früher schon gegenseitig malträtiert, sagte Sauermann. Die Polizei bildete kurz nach Entdeckung des Toten gegen 7 Uhr morgens eine 10-köpfige Ermittlungskommission, der dann der rasche Zugriff auf Christian K. und Nico M. gelang.

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