Oderbruch : Gentechnik-Gegner zerstören Maispflanzen

Trotz eines großen Polizeiaufgebots ist es Gentechnik-Gegnern im Oderbruch gelungen, auf ein Maisfeld vorzudringen und genveränderte Pflanzen zu zerstören.

Genmais-Demo
Polizisten nehmen in Altreetz Genmaisgegner in Gewahrsam. -Foto: ddp

AltreetzTrotz eines großen Polizeiaufgebots ist es Gentechnik-Gegnern im Oderbruch gelungen, auf ein Maisfeld vorzudringen und genveränderte Pflanzen zu zerstören. Die Vertreterin der Initiative "Gendreck weg", Anja Becker, gab die Größe der betroffenen Fläche mit etwa eineinhalb Hektar an. Sie wertete die seit langem geplante und angekündigte Aktion als Erfolg. Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte zuvor eine einstweilige Verfügung gegen die Aktion der Gentechnik-Gegner erlassen und verboten, die Äcker zu betreten.

Laut Polizei wurden etliche Teilnehmer vorübergehend in Gewahrsam genommen oder festgenommen. Nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten blieben Gewalttätigkeiten aus und es wurde niemand verletzt. Rund 570 Polizeibeamte wurden von einem Hubschrauber in der Luft unterstützt.

Festgenommene Gentechnik-Gegner überreichten Becker zufolge Strafanzeigen gegen den US-amerikanischen Saatgut-Konzern Monsanto, dessen genveränderte Maissorte im Oderbruch angebaut wird. Die Pflanzen produzierten einen Wirkstoff gegen den Schädling Maiszünsler. Kritiker der "grünen Gentechnik" warnen vor möglichen Schäden für die Umwelt, zum Beispiel für Insekten. Die Auswirkungen in der freien Natur seien noch unklar. (mit dpa)

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