Boxen : Polizeischüler von Vorwürfen entlastet

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Die Antisemitismus-Vorwürfe gegen angehende Polizisten sind vom Tisch. Ein unabhängiges Expertenteam der Freien Universität sei zu dem Ergebnis gekommen, dass bei den Schülern der Landespolizeischule keine rechten Tendenzen bestünden, hieß es gestern. Polizeipräsident Dieter Glietsch hatte das Expertenteam mit der Untersuchung betraut, nachdem es bei einem Projekttag der Polizeischule am 27. Februar zum Eklat gekommen war. Bei dem 83-jährigen Holocaust- Überlebenden Isaac Behar war der Eindruck entstanden, dass sich einige Schüler antisemitisch geäußert hätten. Behar hält als Zeitzeuge regelmäßig Vorträge über die Nazi-Verbrechen. Im Unterricht sollen die Schüler geäußert haben, sie wollten nicht ständig an den Holocaust erinnert werden und „dass Juden reiche Leute“ seien. Den FU-Psychologen zufolge zeigt der Kontext der Äußerungen, dass sie nicht auf antisemitische Einstellungen schließen lassen. Die Schüler hätten lediglich gesagt, dass sie es als Vertreter einer späteren Generation unangemessen fänden, in den Medien teilweise immer noch für den Holocaust verantwortlich gemacht zu werden. Das sei aber keine mangelnde Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Thema. „Juden sind reiche Leute“ sei eine Vermutung darüber gewesen, welche Vorurteile den Antisemitismus befördert hätten. tabu

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