Boxen : Porta belebt das Geschäft

Das Möbelhaus eröffnete gestern in Potsdam eine Filiale mit 250 neuen Arbeitsplätzen

Potsdam - Die Berliner Möbelhausbranche hat einen neuen Mitspieler: Gestern hat in Potsdam das erste Einrichtungshaus des Familienunternehmens Porta in der Region Berlin-Brandenburg eröffnet. Um 8.44 Uhr stürmten die ersten Besucher den Markt, nach einer Stunde waren die 865 Parkplätze gefüllt. Bis zum Nachmittag kamen mehrere tausend Kunden und Neugierige.

50 Millionen Euro hat das Unternehmen aus Porta Westfalica laut Geschäftsführer Kurt Jox in den autobahnnahen Standort im Potsdamer Stadtteil Kirchsteigfeld investiert. Dass andere Möbelhäuser nun einen Konkurrenten fürchten müssen, da ist sich Jox sicher: Ikea habe ein anderes Konzept, ansonsten aber „gibt es zum ersten Mal Wettbewerb“, sagte Jox. Er wertete die Werbung anderer Möbelhäuser in Zeitungen und auch direkt im Umfeld des Potsdamer Standortes als Zeichen der Nervosität.

Die Entscheidung für Potsdam sei dem Unternehmen nicht schwer gefallen. Die Stadt hat 150 000 Einwohner, die größte Kaufkraft in Ostdeutschland, und auch der Süden Berlins gehöre zum Einzugsgebiet des Standortes. Das Areal hatte die letzten 15 Jahre brachgelegen, verschiedenste Pläne wie ein Spaßbad oder ein Baumarkt mit Soccer-World waren in den vergangenen Jahren gescheitert.

Nun hat Porta 250 neue Arbeitsplätze in der Landeshauptstadt geschaffen, 180 davon sind mit Hilfe der Arbeitsagentur und deren Förderungen zustande gekommen. Thomas Dietzel aus Potsdam ist einer, der von der Ansiedlung profitiert hat. Seit er vor anderthalb Jahren bei der Bundeswehr ausgemustert wurde, war der 22-Jährige auf Arbeitssuche. Nun hat er eine neue Chance, ist im Porta- Markt in Magdeburg ausgebildet worden und arbeitet in Potsdam nun in der Boutique des Einrichtungshauses. Im Team gebe es einen tollen Zusammenhalt, sagte er. Das bestätigte auch Angela Schulze, die nach einem Monat Arbeitslosigkeit von Porta genommen worden ist. Sie hofft, dass sie jetzt „bis zur Rente“ eine Arbeit hat.

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) dankte für die Ansiedlung in Potsdam und erklärte, „die Verwaltung hat ihres dazu beigetragen, dass alles so schnell ging“. Beispielsweise sei für die Genehmigung des Baus kein Bebauungsplan aufgestellt worden. Jox dankte der Verwaltung für die „stets angenehme Zusammenarbeit“ mit der Verwaltung. Für Porta war es gestern die Eröffnung des bundesweit 20. Einrichtungshauses, neun davon sind in den neuen Bundesländern. jab

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