Rechtsextremismus : NPD versucht es wieder mit Schülerzeitungen

Die NPD hat erneut Schülerzeitungen an brandenburgischen Schulen verteilt. Die Rechtsextremisten boten vor zwei Schulen in Cottbus und Nauen Exemplare einer Zeitschrift mit dem Namen "Der Stachel" an.

PotsdamHerausgeber seien die NPD-Landesverbände Berlin und Brandenburg, hieß es beim brandenburgischen Innenministerium. Bereits in der vergangenen Woche hatte die NPD eine Schülerzeitung mit dem Titel "Brennnessel" an Ostbrandenburger Schulen verteilt. Der Verfassungsschutz warnt vor den Publikationen. Die rechtsextremistischen Zeitungen seien auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar.

Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) hatte in der vergangenen Woche betont, die NPD wolle nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern auch in Brandenburg Fuß fassen. Dabei sei die Jugend für die Partei eine besondere Zielgruppe. Bisher habe sie jedoch so gut wie nichts erreicht. Das Land sei auch auf die Aktion Schülerzeitung vorbereitet. Die Schulen hätten Materialien zum Umgang mit den Publikationen erhalten, die der Verfassungsschutz miterarbeitet habe.

Der Minister erinnerte an den "eindeutig verfassungsfeindlichen Charakter der NPD". Die Partei verharmlose und leugne nationalsozialistische Verbrechen. Sie strebe einen unfreien autoritären Staat an und verfolge Ziele, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet seien. Das gelte auch für ihre Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten". (mit ddp)

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