Restaurierung der Potsdamer Schlösser : Millionen für Sanssouci

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten setzt sich für eine Fortsetzung des Masterplans zur Rettung der bedrohten Schlösser ein.

Peer Straube
Frühlingsfit. Schon jetzt können Besucher die restaurierte Ostfassade der Orangerie in Potsdam betrachten. Foto: ZB/Nestor Bachmann
Frühlingsfit. Schon jetzt können Besucher die restaurierte Ostfassade der Orangerie in Potsdam betrachten. Foto: ZB/Nestor...Foto: ZB

Potsdam - Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) drängt beim Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg schon jetzt auf eine Fortsetzung des Masterplans zur Rettung der bedrohten Schlösser. Das 2009 aufgelegte, 155 Millionen Euro schwere Sonderprogramm der drei Stiftungsgeber endet 2017. Die „Verlässlichkeit der Finanzierung“ sei entscheidend, sagte SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh am gestrigen Montag bei einem Besuch von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) an der Orangerie im Park Sanssouci.

Die Orangerie ist neben den Schlössern Charlottenburg, Babelsberg und dem Neuen Palais eines der Bauwerke, deren Sanierung aus dem Masterplan-Topf vorangetrieben wird. Fast zwei Millionen Euro wurden bislang in die Erneuerung der beiden tropischen Pflanzenhallen investiert, für weitere sieben Millionen Euro wird die Fassade des mit mehr als 300 Metern längsten Schlosses im Park bis 2017 restauriert. Für eine vollständige Instandsetzung des Gebäudeinneren sind laut SPSG-Baudirektor Alfons Schmidt noch einmal zehn bis 15 Millionen Euro notwendig, deren Finanzierung offen ist. Um auch die Außenanlagen inklusive der Treppenanlagen und unterirdischen Wasserleitungssysteme der Orangerie zu sanieren, müssten weitere 25 Millionen Euro her. Neumann erklärte, der Bund werde weiter Geld für die Erhaltung des Welterbes ausgeben, wenn Berlin und Brandenburg mitzögen. Peer Straube

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