Boxen : Rinderwahnsinn: Fälle in Land und Bund

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Der 131. Fall bundesweit, der dritte in Brandenburg, der erste im Landkreis Oberhavel: Die beiden bisherigen BSE-Fälle in der Mark gab es im Havelland und in der Uckermark. Fast genau vor einem Jahr, am 26. Januar 2001, wurde im niedersächsischen Nordhorn ein Rind aus dem havelländischen Hertefeld geschlachtet, für das BSE-Verdacht bestand. Nach bangem Warten kam am 31. Januar der amtliche Befund: positiv, das Tier war an Rinderwahnsinn erkrankt. Folge: Der so genannte Herkunftsbestand wurde vom veterinärmedizinischen Krisenstab sofort gesperrt - und zur Schlachtung vorgesehen. Am 8. Februar wurde die erste Massenkeulung in Brandenburg vorgenommen, 449 Tiere insgesamt.

Ein knappes halbes Jahr - und fast 70 bundesweite BSE-Fälle - später wurde in einem Betreib im Landkreis Uckermark bei einem ursprünglich aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Rind der zweite BSE-Fall des Landes festgestellt. Ein entsprechender Test hat das BSE-typische Prion-Protein in dem fünf Jahre alten Rind nachgewiesen. Das infizierte Tier war aber nicht in Brandenburg geboren worden. Auf dem uckermärkischen Hof stand das kranke Rind nur 14 Tage, was eine Infektion der restlichen Tiere ausschloss - und es dem Betrieb ersparte, seinen Bestand zu töten.

Von BSE am meisten betroffen ist bundesweit Bayern, wo 64 Fälle auftraten. Es folgen Niedersachsen (18), Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein (je 12), Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Sachsen mit je vier, Hessen und jetzt Brandenburg mit je drei, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommer mit je zwei kranken Tieren, und schlussendlich das Saarland mit einem Fall.

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