Schwerer Unfall : Autofahrer fährt vor Regionalexpress – und überlebt

Ein Autofahrer ist auf einem Bahnübergang in Potsdam-Eiche mit einem Regionalexpress zusammengestoßen. Der Mann überlebte schwer verletzt. Die Bahn leitete Züge um, es kam zu Verspätungen.

André Görke
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Totalschaden. Der Fahrer des Wagens wurde schwer verletzt.Foto: dpa

PotsdamEin Autofahrer aus Berlin ist am frühen Dienstagmorgen mit einem Regional-Express zusammengestoßen. Der 52-jährige US-Amerikaner kam schwer verletzt ins Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe aber nicht, sagte eine Polizeisprecherin: „Der Mann hat ein Riesenglück, dass er noch lebt.“ Die viel befahrene Strecke der Linie RE 1 musste zwischen Werder (Havel) und Potsdam gesperrt werden; die Züge wurden bis 13 Uhr über ein anderes Gleis umgeleitet.

Der Autofahrer hatte sich um 6.45 Uhr dem Übergang auf dem Kuhforter Damm genähert. Die dortige Halbschranke – sie sperrt nur eine Fahrspur – sei bereits unten gewesen, das Warnsignal habe geblinkt, hieß es bei der Polizei. Trotzdem sei der Mann um die Absperrung herum in Richtung Golm gefahren. Dabei habe ihn der Zug trotz Vollbremsung am Heck getroffen; von den rund 500 Fahrgästen sei niemand verletzt worden.

Der Wagen wurde beim Zusammenstoß über die Gleise geschleudert und zerstört. Der Fahrer sei aber ansprechbar gewesen, sagte die Polizei. Die Feuerwehr brachte ihn ins Krankenhaus. Auch der Zug konnte nicht mehr weiterrollen, die Bahn stellte den Fahrgästen gegen 8.30 Uhr einen Ersatzzug zur Verfügung. Kurz vor 10 Uhr konnte der Kuhforter Damm wieder für den Autoverkehr freigegeben werden.

Bereits Ende Januar hatte es an der Stelle einen ähnlichen Unfall gegeben, bei dem ein 42-jähriger Autofahrer schwer verletzt worden war.

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