SERIE WENDEKalender : 20. Juli 1989

Eklat um eine Ausstellung zum Hitler-Attentat und Gesamt-Berliner Wanderungen

JAHRE

MAUERFALL

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Die Eröffnung der Ausstellung zum „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ im Bendlerblock endete in einem Eklat. Der Bruder des an der Verschwörung des 20. Juli 1944 beteiligten Majors Roland von Hößlin verlangte, dass die Dokumentation zur Rolle des „Nationalkomitees Freies Deutschland“ getilgt und Zeitzeugen aus der DDR ausgeladen werden. Die Mitglieder des Nationalkomitees hätten „Psychoterror“ gegen Wehrmachtsangehörige ausgeübt und mit dem Feind, der Roten Armee, kollaboriert. Das gelte auch in der Bundesrepublik als „Landesverrat“. Viele Gäste verließen aus Protest den Saal. Der Kurator Peter Steinbach sah einen „schlimmen Rückfall in die 50er Jahre“. Auch die Stauffenberg-Familie hatte in einem Brief an den Regierenden Bürgermeister Walter Momper gegen die Ausstellung protestiert.

In West-Berlin wird zum ersten Mal der Deutsche Wandertag des „Verbands der Gebirgs- und Wandervereine“ zelebriert. Rund 8000 Teilnehmer haben sich angemeldet, darunter der ehemalige Bundespräsident Karl Carstens und Bundesumweltminister Klaus Töpfer. 40 Wandertouren in beiden Teilen der Stadt sind geplant, darunter zehn Kilometer rund um den Müggelsee. loy

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