Serie Wendekalender : 20. März 1989

"Nivea" kommt jetzt aus Karl-Marx-Stadt

Die Beiersdorf AG gibt in Berlin bekannt, dass sie künftig in der Nähe von Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) die Kultcreme „Nivea“ produzieren werde, dann könnten sich auch DDR-Bürger mit Nivea versorgen, gegen Ostmark, bisher gab es die Creme nur gegen Westgeld in den Intershops, oder umsonst im West-Paket. In West-Berlin produziert eine Beiersdorf-Tochter Badeöl, Duschzusätze und Haarshampoo. Im September 1989 wird das Beiersdorf-Werk bei Karl-Marx-Stadt eingeweiht.

In Ost-Berlin hat am Wochenende die „1. Kundenbeiratskonferenz“ des „VEB HO Einzelhandel Waren täglicher Bedarf Berlin“ im Lindencorso getagt. Der Leser der „Berliner Zeitung“ erfährt, dass 751 Berliner ehrenamtlich in HO-Kundenbeiräten mitwirken und über eine „gute Versorgung und hohe Verkaufskultur“ wachen. Die Beiräte kontrollieren die Güte von Frischwaren und vermittelten zwischen Kunden und Verkaufspersonal bei Beschwerden. Wenn viel zu tun ist, würden sie auch mal im Lager mitanpacken oder „Aufsicht führen“. Die Kundenbeiräte, so heißt es weiter, seien eine Form von „Demokratie im Alltag“. loy

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