Spargelzeit : Nicht von der Stange

Ein Spargel-Ausflug in die Mark lohnt sich nicht nur kulinarisch. Rund um die Höfe des edlen Gemüses liegen viele lohnenswerte Ziele.

Claus-Dieter Steyer
Spargel
Frischer Spargel. -Foto: dpa

BerlinAm besten schmeckt der Spargel auf den Höfen der Bauern. Denn während sich an manchen Straßen-Kiosken unter die Waren mit dem Markenzeichen „Beelitzer Spargel“ auch billige Importware mischt, verkaufen die Landwirte in ihren Hofläden, den angeschlossenen Gasträumen oder nahen Landrestaurants nur auf heimischen Feldern gewachsene Stangen.

Beelitz und Umgebung

In Klaistow haben Ernst-August Winkelmann und Jörg Buschmann ihre Anbaufläche auf inzwischen 400 Hektar vergrößert. In ihrem großen Spargel- und Erlebnishof unweit der Autobahn wird täglich von 7 bis 20 Uhr Spargel verkauft. Im großen Zelt kann man bis 22 Uhr viele Gerichte probieren. Nebenan finden die Besucher einen Backofen, einen Streichelzoo, ein von Wanderwegen durchzogenes Naturwildgehege und Verkaufsstände mit Landprodukten. Kinder können sich auf einer Hüpfburg oder in Rennautos austoben. In der Nähe befindet sich das Ziegeleimuseum Glindow.
Von den Spargelhöfen in Zauchwitz und Schlunkendorf bietet sich ein Abstecher ins Spargelmuseum Schlunkendorf an. Geöffnet ist die einzigartige Schau täglich von 10 bis 16 Uhr (Tel. 033204/ 42112). Weitere Ziele sind das Backofenmuseum in Emstal, das Wildgehege Glau und das Bauernmuseum in Blankensee.
Von Spargelhof Busendorf ist es nur ein Katzensprung zum Riebener See, der zu den wertvollsten Klarwasserseen gehört. Ein sechs Kilometer langer Rundweg führt zu reizvollen Beobachtungsplätzen von Wasservögeln aller Art. Besonders empfehlenswert ist ein in den See hinein ragender Steg, von dem sich das Geschehen sowohl auf Wasser als auch im Schilfgürtel verfolgen lässt.
In der Gemeinde Kloster Lehnin liegt in Sichtweite des Spargelhofs die 1180 gegründete Zisterzienserabtei. Sie beherbergt das Luise-Henrietten-Stift der Evangelischen Landeskirche. Die Kirche gehört zu den wichtigsten romanisch-gotischen Backsteinbauten in Brandenburg. Die Ausstellung zur Geschichte der Zisterzienser ist montags bis freitags von 10 bis 16.15 Uhr sowie am Wochenende von 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Das Havelland

In Kleßen kann der Spargelausflug mit einem Besuch des Spielzeugmuseums verbunden werden. Im ehemaligen Schulgebäude zeigt die Ausstellung historische Spielzeuge aus den vergangenen zwei Jahrhunderten.Vor allem die Exponate aus der einstigen Spielzeugstadt Brandenburg begeistern jung und alt. Vom Museum führt ein kurzer Spaziergang in den märkischen Gutspark mit dem sich in Privatbesitz befindlichen Schloss. Das Museum lädt seine Gäste mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr ein (Tel. 033235-29311). In der Nähe des Spargelhofes in Dreetz liegen der Dreetzer See mit reicher Tier- und Pflanzenwelt sowie die Heimatstube des Ortes (Tel. 033970/86140). Als Ausflugsziel bietet sich auch das Haupt- und Landgestüt in Neustadt/Dosse an.

Oberhavel

Auf den Weg zum Spargelhof in Beetz durchquert man die Kleinstadt Kremmen mit mittelalterlichem Zentrum. Das Scheunenviertel vor den Toren der Stadt ist die größte Sehenswürdigkeit. Die Gebäude beherbergen auch ein Heimatmuseum, viele Künstlerateliers und ein Bistro.

Alle Spargelhöfe und Ausflugsziele stehen im Internet unter www.spargelland-brandenburg.de. Der Verein pro agro hat einen Faltplan herausgegeben (Tel. 03328 33 76 70).

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