Tourismus : Entspannen mit Buddha

Ein Hotelbetreiber plant bei Petzow ein buddhistisches Kloster für Mönche und Besucher. Dieses soll ab 2010 die Menschen wieder in Einklang mit sich und ihrer Umwelt bringen. Zuvor muss jedoch investiert werden.

PetzowAm Ufer des Schwielowsees bei Petzow beginnen im Frühjahr nächsten Jahres die Bauarbeiten für eine Anlage in Form einer südostasiatischen Pagode, in der zehn mongolische Mönche Geheimnisse ihrer Meditation und Kräuterkunde verkünden wollen. „Sie versprechen den Menschen, die sich ihnen anvertrauen, selbst in schwierigen Fällen nach einer gewissen Zeit den Gleichklang von Körper und Seele zu erreichen“, sagt Investor Axel Hilpert vom Resort Schwielowsee. Dessen Hotelanlage bietet schon jetzt im Wellnesscenter fernöstliche Lehren und Methoden an. Gäste des Klosters könnten sowohl in zwölf spartanisch eingerichteten Zellen als auch in einem Zimmer des benachbarten Hotels übernachten. Rund sechs Millionen Euro soll die Anlage an der Löcknitz-Bucht kosten. Hilpert hofft auf eine 30-prozentige Förderung durch das Land. Schließlich handele es sich um eine touristische Investition.

Über die richtige Wahl des Platzes für das Kloster macht sich Axel Hilpert, der sein Geld als Kaufmann einst im Geflecht des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski verdiente, keine Sorgen. Der hohe buddhistische Würdenträger Kamba Lama persönlich habe den Ort am Seeufer auf seine Eignung getestet. Hier herrsche ein „positives Fünfeck“, das sehr förderlich für das Wohlbefinden sei.

Derzeit wartet Hilpert noch auf die Baugenehmigung der Gemeinde. Aber das stelle kein Problem dar, gibt er sich zuversichtlich. Immerhin habe die Stadt Werder, zu der Petzow gehöre, schon den Flächennutzungsplan an der entsprechenden Stelle verändert.

Zur gleichen Zeit wie das Kloster soll auch das ebenfalls zu Hilperts Gruppe gehörende Schloss Petzow als Hotel der Extraklasse eröffnet werden. Das kostet rund 20 Millionen Euro. (Ste)

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