Boxen : Umstellt von neuen Großprojekten

Kritiker des Potsdam-Center legen Forderungskatalog vor (tsp)Geschehe dies nicht, so die Autoren des Forderungskatalogs, die durch die grüne Fraktionsgemeinschaft in der Stadtverordentenversammlung vertreten sind, werde die Potsdamer Kulturlandschaft Schaden nehmen. Eingekreist und umstellt von neuen Großprojekten: So sehen die Architekturkritiker der Gruppe Argus und die grünen Stadtverordnenten die Kulturlandschaft mit ihren Schlössern und Gärten, falls die Potsdamer Parlamentarier jedes einzelne Bauvorhaben genehmigen.Nicht minder kritisch beurteilen Mitglieder der Deutschen Unesco-Kommission einige der Projekte.Deshalb haben sie noch im Oktober damit gedroht, die Kulturlandschaft künftig als "gefährdet" einzustufen. Das Potsdam-Center ist das prominenteste unter den umstrittenen Bauvorhaben: Es werde, so sieht es Saskia Hüneke von der Gruppe Argus, durch seine Baumasse die Ansicht der Stadt nachhaltig stören.Es soll kleiner und weniger hoch werden.Das geplante Theater an der Zimmerstraße, direkt am Park von Sanssouci gelegen, werde den Eindruck von der Gartenlandschaft schmälern, weil es mit einem Bühnenturm ausgestattet werden soll. Zu groß geraten seien auch die beiden geplanten Wohnanlagen an der Bornstedter Katharinenholzstraße und die Lennéstadt am Bornstedter Feld: Auch hier, so die Kritiker, müsse die Stiftung Schlösser und Gärten, in deren unmittelbarer Nachbarschaft die Wohnungen gebaut werden sollen, in die Neubearbeitung einbezogen werden.Das ist für Baustadtrat Detlef Kaminski nicht weniger delikat als die Attacken auf das Potsdam-Center: Denn das Bornstedter Feld ist Teil der Buga-Planung.Für lange Streitereien mit den einheimischen Architekturkritikern und, vor allem, den Mitgliedern der Deutschen Unesco-Kommission bleibt im Grunde keine Zeit mehr. Überarbeitet werden sollen außerdem die Pläne für ein Hotel am Park von Sanssouci, für Neubauten am Heiligen See und drei größere Projekte in Babelsberg. Die Planer des Potsdam-Centers machen indes erst einmal weiter wie gehabt.Ob sich das Projekt noch lohnt, wenn es verkleinert werden soll, wollte Sprecherin Carola Wunderlich auf Nachfrage nicht bewerten.

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