Boxen : Unis werden nach Leistung bezahlt Neues Prinzip soll Qualität steigern

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Potsdam. Die acht Hochschulen sollen ab dem Jahr 2004 stärker nach ihren Leistungen finanziert werden. Erfolgreiche Ausbildung und Forschung werden nach dem am Dienstag von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) in Potsdam vorgestellten Konzept besser honoriert. Bei dem bundesweit einmaligen Modell würden mehr als 20 Prozent der Finanzmittel leistungsabhängig vergeben, sagte Wanka. Damit würden Leistung und Wettbewerb sowie Transparenz und Vergleichbarkeit erhöht.

„Ungewöhnlich ist, dass Hochschulen bei der Finanzierung so hoch abhängig werden von der Leistung“, sagte Wanka. Damit würden aber Verzerrungen bei der finanziellen Ausstattung bereinigt. Wer vereinbarte Leistungen nicht erbringe, bekomme weniger Geld. Bei der leistungsbezogenen Zuweisung werden die Zahl der Absolventen, die Höhe eingeworbener Drittmittel und die Anzahl der Promotionen berücksichtigt. Kriterien sind auch der Grad der Internationalisierung und das Maß der Chancengleichheit für Frauen und Männer. Mit den Hochschulen bestehe Einigkeit über die Einführung der Finanzierung, sagte Wanka. Entsprechenden Finanzierungsschlüssel seien ermittelt.

Bei der Grundfinanzierung sind Wanka zufolge die Zahl der Studenten, Kosten der Studiengänge und Sonderfaktoren wichtige Kriterien. Der Finanzierungsschlüssel werde mit Daten aus den vergangenen zwei bis drei Jahre ermittelt. Es gebe eine Anpassungszeit: Kürzungen würden nicht sofort voll wirksam und mehr Zuweisungen auch nicht schon am Anfang in voller Höhe gewährt. Die acht Hochschulen und Universitäten des Landes bieten laut Ministerium rund 150 Studiengänge an. dpa

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