Boxen : UNTERM ADLER

Thorsten Metzner

Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) fängt am Montag seinen Dienst wieder an, nachdem er mit seiner Lebensgefährtin Jeanette Jesorka einen Kurzurlaub auf den sonnigen Kanaren verbrachte. Und in der Staatskanzlei ist die Erleichterung groß, dass man den Chef diesmal in der Ferne nicht mit unangenehmen Nachrichten behelligen musste. „Es ist für ihn erstmals seit Ewigkeiten ein Urlaub, in dem nichts dazwischenkam. Kein Minister-Rücktritt, keine Katastrophe“, hieß es. Im vorigen Jahr hatten Matthias Platzeck und Jeanette Jesorka den Kanaren-Urlaub vor Neujahr wegen des Tsnunamis in Südasien vorzeitig abgebrochen. Ursprünglich hatte Platzeck, da er wegen der Bundestagswahl 2005 auf den Sommerurlaub verzichtet hatte, schon im November ausspannen wollen. Aber daraus wurde nichts, da er plötzlich SPD-Bundesvorsitzender wurde.

Gleich mit zwei guten Vorsätzen ist Frank Szymanski ins neue Jahr gestartet. Der stämmige SPD-Infrastrukturminister hat schon seine freien Tage intensiv genutzt, um kräftig abzunehmen – „durch Bewegung und gutes Essen“, wie er sagt. Erste Erfolge, so heißt es im Ministerium, seien bereits sichtbar. „Der Chef sieht abgemagert aus.“ Aber das soll trotzdem nur der Anfang sein. „Fünf Kilogramm sind schon runter. Es werden noch ein paar Kilo mehr“, versichert Szymanski. Er trainiere deshalb regelmäßig auf dem Ergometer, gehe oft schwimmen. „Und ich habe mich bei einem Potsdamer Fitnessstudio angemeldet. Ein Beitrag zur Förderung der einheimischen Wirtschaft.“ Wie viele Kilogramm er bislang auf die Waage bringt, will er nicht offenbaren, aber dafür sein Wunschgewicht. „Ich will zweistellig werden. Und wenn das geschafft ist, höre ich mit dem Rauchen auf.“

Jörg Schönbohm nutzte seinen Urlaub, um neue Bücherregale aufzubauen. Der Brandenburger Innenminister und CDU-Landeschef liest sehr viel, was in der Kleinmachnower Wohnung zu Problemen führte. „Der Keller war schon voll, das Wohnzimmer auch, alles quoll über.“ Also fuhr er zu Ikea nach Spandau, um ein Billy-Regal zu holen – und stieß auf eine Schwierigkeit beim Abtransport. Die Regale wollten nicht in seinen Mercedes passen. Er sei deshalb noch mal nach Spandau hingefahren, mit dem Fiat Punto seiner Frau, erzählte Schönbohm. „Da kann man die Sitze umklappen.“

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