Verkehrsprojekt : Autobahn A 24 nach Hamburg wird verbreitert

Der Verkehr stockt, seit Jahren schon. Und wenn es wieder kracht auf der Autobahn A 24 nach Hamburg, dann geht für Stunden schon mal gar nichts mehr. Für 40.000 Autos pro Tag ist die Autobahn mit ihren je zwei Spuren zu eng. Doch das soll sich in den kommenden Jahren ändern.

André Görke
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Potsdam Die Gesamtkosten des Projekts von 70 neuen Autobahnkilometern liegen bei 420 Millionen Euro. Dies geht aus den Planungen des Landesbetriebs Straßenwesen hervor, der zuständigen Behörde in Brandenburg. Wie sie mitteilte, sollen die A 24 zwischen dem Autobahndreieck Havelland und der Anschlussstelle Neuruppin sowie der nördliche Berliner Ring auf sechs Spuren erweitert werden. Auftraggeber ist der Bund.

Als Erstes sollen zwischen 2010 und 2013 das Dreieck Schwanebeck nordöstlich von Berlin und die A 10 bis über den Anschluss Weißensee erweitert werden. Das Dreieck Schwanebeck werde völlig umgestaltet, hieß es, und zwar „zu einem modernen Kreuz mit sogenannten Überfliegern“: Neun Brücken entstünden, neue Standstreifen, die Ausfahrt Weißensee werde integriert. Der Planfeststellungsbeschluss wird im September erwartet. Schon im Frühjahr 2010 sollen dann die Bäume entlang der Strecke gefällt werden, ab 2011 wird die neue Trasse gebaut. Kosten des Teilprojekts: 45 Millionen Euro. Das Bauvorhaben gehört zum „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit“ und beendet den Ausbau des südlichen und östlichen Berliner Rings.

In einem zweiten Abschnitt sollen dann ab 2011 das Dreieck Havelland sowie die Autobahnen 24 in Richtung Neuruppin und 10 bis Oberkrämer gebaut werden. Auch auf diesem 40 Kilometer langen Abschnitt sind große Baumaßnahmen geplant: Vier Raststätten sollen entstehen und 20 neue Brücken. Mit dem Ausbau auf sechs Spuren soll die Zahl der Unfälle verringert werden, zumal der Anteil der Lastwagen steige, hieß es. Die Arbeiten in Kremmen und am neuen Autobahndreieck Havelland sind zwischen 2011 und 2013 geplant; auf der A 10 werde dann ab 2014 gebaut, auf der A 24 nach 2015. Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut 200 Millionen Euro.

Der dritte Abschnitt – er ist im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben – umfasst den Ausbau der A 10 zwischen dem Dreieck Schwanebeck und dem Anschluss Oberkrämer. Dieser sei „ein Unfallschwerpunkt“; auch könnten die vorhandenen Bauten die „stetig erhöhten Verkehrsmengen und Lasten nicht mehr schadlos aufnehmen “, heißt es in den Plänen. „Die Verkehrssicherheit nimmt rapide ab.“ Neue Lärmschutzwände sind ab 2011 geplant. Der Planfeststellungsbeschluss wird Ende kommenden Jahres erwartet. Die Gesamtkosten werden auf 172 Millionen Euro geschätzt. (mit ddp)

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