Boxen : Waldarbeiter leben zur Zeit gefährlich Orkanschäden an 220 000 Bäumen

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Stahnsdorf. Nach dem verheerenden Orkan vom 10. Juli müssen in Brandenburgs Wäldern rund 220 000 beschädigte Bäume gefällt werden. Dabei kann sich die Zahl noch weiter erhöhen. Der Sprecher des Agrar- und Umweltministeriums, Jens-Uwe Schade, sagte dem Tagesspiegel: „Noch sind nicht alle beschädigten Bäume erfasst, da uns noch viele Rückmeldungen privater Waldbesitzer fehlen.“ Die Aufräumarbeiten werden laut Schade voraussichtlich Monate in Anspruch nehmen und seien sehr riskant: „Für die Waldarbeiter ist es einer der gefährlichsten Jobs, die zahlreichen verspannten Baumkronen auseinander zu ziehen.“

Am stärksten traf das Unwetter die Forste in Templin, Wünsdorf und Eberswalde. Auf Hochtouren laufen auch die Aufräumarbeiten auf dem stark beschädigten Waldfriedhof in Stahnsdorf, wo zahlreiche Prominente bestattet sind. Die von Astwerk übersäten Gräberfelder würden auch von Helfern des Jugendheims Siethen und des Technischen Hilfswerk Potsdam freigelegt, wie der Förderverein des Friedhofs mitteilte. Der größte Friedhof Europas ist unter anderem letzte Ruhestätte des Berliner „Milljöh“-Zeichners Heinrich Zille, des Komponisten von „Hänsel und Gretel“, Engelbert Humperdinck sowie der Industriellen-Familie Siemens, die sich bereits für die schnelle Aufräumaktion nach dem Orkan bedankte. das/dpa

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