Wildtier-Nachwuchs : Wiederkehr der Wölfe in der Niederlausitz

Zum ersten Mal seit über 200 Jahren haben freilebende Wölfe in Brandenburg Welpen bekommen. Nicht ganz unproblematisch: Zum Schutz von Schafen und Dammwild wurden bereits Förderanträge bewilligt.

Wolfswelpen
Erstmals erblicken Wölfe in der Niederlausitz das Licht der Welt. -Foto: ddp

Potsdam/PeitzIn Brandenburg sind erstmals Wolfswelpen seit über 200 Jahren in freier Wildbahn geboren worden. Wissenschaftler des Wildbiologischen Büros Lupus hätten auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Zschornoer Heide Spuren von jungen Wölfen entdeckt, teilte Brandenburgs Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) mit. Mit den ersten märkischen Wolfswelpen sei nun endgültig auch in der Niederlausitz ein Durchbruch bei der Wiederkehr der Wölfe zu verzeichnen.

In Südbrandenburg läuft seit Jahren ein so genanntes Wolfsmonitoring mit Unterstützung des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW). Dabei begleiten Naturschützer und Mitarbeiter der Landesforstverwaltung die natürliche Wiedereinwanderung der Wölfe. Bereits 1994 war ein Wolfsmanagementplan zum Umgang mit den Tieren erarbeitet worden.

Förderungen von Schutzprojekten

Der Plan enthält auch Strategien zur Lösung möglicher Probleme infolge der Rückkehr der Wölfe. So gibt es Regelungen zur Förderung von Schutzprojekten für Tierhaltungsbetriebe und zur finanziellen Unterstützung bei möglichen Schädigungen. Erste Förderanträge für Projekte zum Schutz von Schafherden oder Damwildgattern wurden bereits bewilligt.

Mit dem Zschornoer Rudel erhöht sich die Zahl der in der Lausitz lebenden Wolfsrudel mit Jungtieren auf vier. Nachdem im sächsischen Teil der Lausitz bereits in den vergangenen Jahren zwei solche Rudel lebten, ist dort in diesem Jahr ein weiteres hinzugekommen. (mit ddp)

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