Boxen : Zwei neue BSE-Fälle in Brandenburg Im Landkreis Oberhavel ist

die Rinderseuche ausgebrochen

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Oranienbur g. Im Landkreis Oberhavel sind neue BSEFälle aufgetreten. Die Viruserkrankung wurde bei einem im Landkreis geborenen und verendeten Rind nachgewiesen, sagte Jens-Uwe Schade, Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Der Hof sei sofort gesperrt und der Tierbestand analysiert worden. 60 der 360 Tiere des Züchters, die unter den gleichen Bedingungen aufgezogen wurden wie das erkrankte Tier, wurden sicherheitshalber getötet. Wie jetzt bekannt wurde, sind außerdem am 29. September bei einem geschlachteten Rind aus demselben Landkreis beim BSE-Test Prionen nachgewiesen worden. Zwei Tiere aus dem Stall wurden geschlachtet.

Seit Beginn der Tests Ende der 90er Jahre wurden bislang neun Fälle von BSE bei Rindern in Brandenburg bekannt. Das erste positive Ergebnis wurde im Januar 2001 nachgewiesen, sagte Landestierarzt Klaus Reimer. Um welchen Betrieb es sich im aktuellen Fall genau handelte, wollten gestern weder Landkreis, Ministerium noch Landestierarzt sagen. „Der Schaden ist für den betroffenen Züchter ohnehin enorm“, sagte Ministeriumssprecher Schade. Klar sei, dass die gesamte Produktion bereits beim ersten Verdacht sofort unterbrochen werde.

In Brandenburg und auch in Berlin wird jedes Schlachtrind, das älter ist als zwei Jahre, auf Prionen getestet. Eine EU-Bestimmung schreibt Tests für Tiere vor, die mindestens 30 Monate alt sind. In Brandenburg gibt es insgesamt 613000 Rinder, die als Milchkühe oder zur Fleischproduktion gehalten werden. Insgesamt sind in Deutschland bislang 280 Fälle der Rinderseuche aufgetreten – in Berlin gab es bisher keinen einzigen. kög

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