Boxen : Zwischen Brandenburg und Rathenow fahren wieder Züge

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Brandenburg (Havel) / Rathenow Nach fast zweieinhalbjähriger Sperrung fahren seit gestern wieder Züge zwischen Brandenburg (Havel) und Rathenow. Die 1904 gebaute Bahnstrecke sei grundlegend saniert worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Die Modernisierung der Strecke kostete rund 55 Millionen Euro. Dabei wurde unter anderem ein neues Stellwerk errichtet. Zudem wurden zehn Bahnsteige entlang der Eisenbahnverbindung neu gebaut. Die Züge verkehren im Stundentakt.

Auf den Regionalexpresslinien Berlin–Stralsund und Berlin–Cottbus dagegen müssen Bahnreisende demnächst mit Einschränkungen rechnen. Damit der Verkehr auf diesen Strecken künftig per Computer gesteuert werden kann, seien Bauarbeiten notwendig, sagte ein Sprecher der Bahn am Montag. So müssten Stellwerke gebaut, Gleisanlagen umgebaut und Bahnhöfe modernisiert werden. Deshalb kommt es an den ersten beiden Juli-Wochenenden zu Behinderungen auf der Strecke Berlin–Stralsund. Zudem wird der Verkehr auf der Regionalbahnlinie 66 zwischen Passow und Angermünde eingeschränkt sein.

Für die Einführung der neuen Technik wird der Bahnhof in Halbe von Freitag bis Montag Morgen umgebaut. Dort wird nach Angaben des Sprechers ein 140 Meter langer Außenbahnsteig errichtet. Ab August soll dann in Halbe der erste Rechner des elektronischen Stellwerks Lübbenau arbeiten. Damit werde der erste Streckenabschnitt zwischen Berlin und Cottbus computergesteuert. Bis 2008 soll die gesamte Strecke auf die neue Stellwerkstechnik umgestellt sein.

Mit den elektronischen Stellwerken steuerten die Fahrdienstleiter der Bahn „per Maus und Monitor“ den Bahnverkehr aus der Netz-Betriebszentrale in Berlin-Pankow, erläuterte der Sprecher. ddp

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