Dr. Fabian Hemmert : Mensch bleiben in der digitalen Welt

Fabian Hemmert erforscht unsere Beziehung zur Technik und stellt fest: Viele Menschen haben eine sehr innige Beziehung zur Technik, insbesondere zu ihrem Smartphone. Wie wird sich diese Beziehung zukünftig weiterentwickeln?

Dr. Fabian Hemmert
Dr. Fabian HemmertFoto: Oliver Elsner

Im "Internet der Dinge" verschwindet der Computer - er wird allgegenwärtig. Unsere heutige, innige Beziehung und der allgegenwärtige, unsichtbare Computer von morgen - eine gefährliche Kombination?

Wie sieht der digitale Alltag von morgen aus? Heute spüren wir es beispielsweise sofort, wenn uns jemand ausraubt - in einer zunehmend vernetzten Welt könnte das schwieriger werden. Das ist problematisch, denn ohne ein Gefühl für Gefahr ist es schwer, ein Gefühl von Sicherheit zu entwickeln. Zukünftig werden wir mit stetig wachsenden Datenmengen konfrontiert sein - überall. Das ist ebenfalls problematisch, denn es hilft uns Menschen erfahrungsgemäß beim Denken, dass Dinge und Tätigkeiten einen Ort haben, und dass nicht "alles überall" ist.

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Dr Fabian Hemmert
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Für das "Internet der Dinge" müssen neue Umgangsformen mit der digitalen Welt entwickelt werden - damit beschäftigt sich Fabian Hemmert in seiner Forschung und entwickelt funktionierende Prototypen, die mögliche Zukunftsszenarien schon heute erlebbar machen. Fabian Hemmert sagt, dass wir, bei allem technischen Fortschritt, nicht zu einer Art "Darth Vader" werden dürfen: Einer Mischung aus Mensch und Maschine, die ohne die Maschine, die Teil ihrer geworden ist, nicht existieren kann. 

Zur Person

Universität der Künste Berlin, Design Research Lab

Fabian Hemmert ist Designforscher. Er forscht am Design Research Lab der Berliner Universität der Künste. Er beschäftigt sich mit dem Thema "Den Umgang mit der digitalen Welt menschenfreundlicher gestalten".

Links

www.drlab.org

Schlagworte

Internet der Dinge

Innovation

Design

Mensch-Computer Interaktion

Zukunft