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BossHoss-Sänger Alec Völkel im Interview : "Sport und Musik, das passt ganz gut"

23.12.2012 12:51 Uhrvon
Alec Völkel, 40, ist als „Boss Burns“ Sänger der Berliner Band The BossHoss. Ihr jüngstes Album heißt: „Liberty of Action – Black Edition“. BossHoss gehen 2013 auf Deutschland-Tour (Termine siehe: www.thebosshoss.com).Bild vergrößern
Alec Völkel, 40, ist als „Boss Burns“ Sänger der Berliner Band The BossHoss. Ihr jüngstes Album heißt: „Liberty of Action – Black Edition“. BossHoss gehen 2013 auf Deutschland-Tour... - Foto: dpa

BossHoss-Sänger Alec Völkel spricht im Tagesspiegel-Interview über Parallelen zwischen Musik und Sport, Duelle in Castingshows und seinen Auftritt vor dem Eishockeyspiel am 5. Januar im Nürnberger Fußballstadion.

Herr Völkel, wie gut kennen Sie die Eisbären?

Ich kenne den Brauni. Den Constantin Braun. Ganz gut sogar. Wir haben uns in Nürnberg kennen gelernt und dann in der Kneipe getroffen auf ein paar Bierchen. Neulich haben wir im Studio etwas zusammen gemacht, natürlich zu dem Winter Game in Nürnberg im Januar ...

Dem größten Spiel im europäischen Vereinseishockey. 50 000 Zuschauer werden am 5. Januar im Frankenstadion sein. Bevor die Ice Tigers gegen die Berliner Eisbären spielen, gibt es reichlich Programm. Ein Vorspiel auf dem Eis, DJs, Vorband und ein Konzert mit Ihrer Band The BossHoss.

Wie kam es dazu?

Wir hatten schon vorher Berührung mit dem Eishockey. Bei den Eisbären haben wir mal in der Drittelpause gespielt und dann waren wir in Nürnberg bei den Ice Tigers. Irgendwann rief deren Eigentümer Thomas Sabo bei uns an und sagte, was er da Großes vorhat, dass er nach amerikanischem Vorbild ein riesenfettes Sportfamilienevent plant. Mit Show, Band und Feuerwerk. Das klang schon großartig. Klar haben wir „Ja“ gesagt. So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben, schön, dass BossHoss dabei sind.

BossHoss scheinen prädestiniert zu sein für eine Veranstaltung nach Vorbild der US-Profisportarten. Musik und Auftreten von BossHoss kokettieren stark mit amerikanischem Touch.

Stimmt. Wir passen zu dem Event. Auch weil die Sportart zu uns passt. Das ist harter Männersport. Wir interessieren uns vor allem für Eishockey, Boxen und Fußball.

Würde so etwas wie in Nürnberg auch im Fußball funktionieren? BossHoss haben ja auch schon mal bei Hertha gespielt ...

Das lässt sich nicht vergleichen. Das war Playback, nur kurz vor dem Spiel und irgendwo in der Stadionkurve. In Nürnberg machen wir vor dem Spiel ein richtiges Livekonzert, 40 Minuten lang. Ich glaube auch, dass Fußball- und Eishockey-Events anders funktionieren. Beim Fußball ist die Stimmung immens, aber im Eishockey sind die Leute noch viel krasser. Das ist mehr Event als Sportveranstaltung. Und daher ist die Idee doch voll cool, außerhalb der Saison in der Winterpause mal so ein Fußballstadion zu füllen. Und es hat geklappt, das Spiel in Nürnberg ist schon jetzt so gut wie ausverkauft. Das ist Wahnsinn.

Ist es denn noch Eishockey mit Konzert oder schon Konzert mit Eishockey?

Wäre schön, wenn die Leute nur wegen uns kommen würden, aber das glaube ich nicht. Die Kombination macht es bei solchen Sachen. Das Gesamtpaket ist geil. Sport und Musik, das passt ganz gut. Es ist zu wenig passiert bisher in dieser Richtung in Deutschland. Wenn du nordamerikanische Sportveranstaltungen siehst, dann merkst du, dass Musik dort ein hochemotionaler Faktor ist und dass die Amerikaner es viel mehr einsetzen als bei uns. In unseren Fußballstadien sind die Vereinshymnen doch echt piefig. Bei Hertha BSC zum Beispiel haben die das auf keinen Fall drauf. Das sieht man ja schon als Außenstehender. Frank Zander. Moderner geht es nicht. Vielleicht sind die komplett beratungsresistent, aber das kann ich mir nicht vorstellen. Die haben ja auch eine Marketingabteilung.

Für Sportpuristen – besonders im deutschen Fußball – ist es oft schon zu viel Show ...

Zu viel Show? Das finde ich nicht. Ich glaube nicht, das bei vielem Drumherum der Sport aus dem Fokus geraten muss. Man sieht das ja beim Eishockey. Die Fans feuern da doch ihre Mannschaften unglaublich an, die wollen Siege sehen. In Nordamerika wollen sie im Sport doch vor allem eines – gewinnen. Nein, das ist mehr so eine gelernte Sache.

Nürnberg wird für die deutschen Fans auch neu sein. Das Rahmenprogramm beginnt um 13 Uhr, das Hauptspiel erst dreieinhalb Stunden später. Die müssen lange drauf warten, bis die Eisbären auflaufen.

Aber sie werden ja bis zum Spiel unterhalten. Es gibt ja keinen Leerlauf. Das ist eben ein besonderes Event, eine große Feier.

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