• Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

DEL-Playoffs : Späte Erlösung für die Eisbären im vierten Spiel gegen Hamburg

26.03.2013 22:57 UhrVon Jan Schröder

Die Eisbären Berlin haben durch einen 3:2- Sieg den Ausgleich in der Playoff-Serie gegen die Hamburg Freezers wieder hergestellt. Die Entscheidung in der knappen Partie fiel erst in der Verlängerung.

Am Ende die Oberhand behielten Die Eisbären im vierten Spiel gegen die Hamburg Freezers. Jetzt steht es 2:2.Bild vergrößern
Am Ende die Oberhand behielten Die Eisbären im vierten Spiel gegen die Hamburg Freezers. Jetzt steht es 2:2. - Foto: Fishing4

Am Ende war es wieder einmal das Überzahlspiel, das die Eisbären rettete. Fünf Minuten waren in der Verlängerung gespielt als Julian Talbot sein bisher wichtigstes Saisontor schoss: Denn dank des Tores steht es in der Viertelfinalserie um die deutsche Eishockeymeisterschaft nun in der nach dem Modus „Best of seven“ gespielten Serie 2:2. Die Eisbären haben zurückgeschlagen, einen Tag nach dem katastrophalen 4:8 gegen die Freezers in eigener Halle. Am Dienstag siegten sie vor 9425 Zuschauern in der Arena am Hamburger Volkspark 3:2 nach Verlängerung (2:2, 0:0, 0:0/1:0).

Für die Eisbären war es kein leichter Gang nach Hamburg gewesen. Knapp 24 Stunden zuvor hatten sie nach einer weitgehend desolaten Leistung auf eigenem Eis verloren. Personell nach den Ausfällen von Florian Busch, Laurin Braun, Matt Foy und Vincent Schlenker geschwächt, reisten sie nur mit nur drei Angriffsreihen nach Hamburg.

Hamburgs Trainer Benoit Laporte hatte ein Ende der Turbulenzen versprochen: So viele Treffer wie in den ersten drei Begegnungen – insgesamt waren es im Schnitt mehr als zehn – sollte es in Spiel vier nicht mehr geben. Aus der Sicht beider Trainer wäre das ein Fortschritt, denn ihre Mannschaften hatten zuletzt zu oft die Nerven und die Disziplin in der Defensive verloren. Gerade für Eisbären-Trainer Don Jackson war das ein Graus: Immer wieder, eigentlich schon während der gesamte Saison, hatte er von seinen Spielern konzentrierte Abwehrarbeit gefordert, immer wieder hatten sie ihn enttäuscht – und wohl nie so sehr wie bei der desaströsen Heimniederlage am Vortag.

Alle Beteiligten hatten sich die Appelle ihrer Trainer offensichtlich zu Herzen genommen. Auf Kontrolle bedacht und hinreichend aufmerksam starteten beide Mannschaften ins Spiel. Doch das funktionierte bei den Berlinern nur knapp zwölf Minuten lang. Dann ließen sie Hamburgs Angreifer Brandon Reid nahezu unbehelligt zum Schuss kommen und der ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen. Die Eisbären, die bis dahin in der Offensive kaum auf sich aufmerksam gemacht hatten, bekamen allerdings umgehend die Gelegenheit zurückzuschlagen: Als zwei Hamburger auf der Strafbank saßen, überraschte Travis Mulock Freezers-Torhüter Niklas Treutle mit einem Scharfschuss aus extrem spitzem Winkel. Spätestens da waren die guten Vorsätze bezüglich der Defensivarbeit auf beiden Seiten erst einmal wieder passé: Erst nutzte David Wolf eine Unaufmerksamkeit in der Eisbärenabwehr zur erneuten Führung, dann konnten die Gastgeber ihrerseits den Ausgleich von Julian Talbot nicht verhindern.

Das Spiel entwickelte sich danach tatsächlich nicht wieder zum wilden Schlagabtausch. Vielmehr stellten beide Mannschaften nun mit viel Einsatz in der Abwehr und gefährlichen Angriffen unter Beweis, dass sie auch kontrolliertes, intensives Eishockeyspielen können. Eisbären-Torhüter Rob Zepp konnte sich angesichts zahlreicher gegnerischer Schüsse ein ums andere Mal für seine zuletzt eher bescheidenen Leistungen rehabilitieren. In einer zunehmend intensiven Partie auf Augenhöhe steigerte sich die Spannung in der letzten Spielminute aufs äußerste steigerte, als die Berliner eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl mit letztem Einsatz überstanden. Und ihr Siegeswillen wurde belohnt: Talbot traf zum 3:2 in der Serie, die am Donnerstag mit Spiel fünf in Berlin weitergeht.

Tagesspiegel twittert

Eisbären

Weitere Themen