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Eishockey unter freiem Himmel : Und jetzt das Olympiastadion

07.01.2013 10:26 Uhrvon
Spiel mit Zukunft. Vor der europäischen Rekordkulisse von 50 000 Zuschauern spielten Ice Tigers und Eisbären am Samstag ihr Winter Game im Nürnberger Fußballstadion. Hinterher gab es dann auch noch ein Feuerwerk.Bild vergrößern
Spiel mit Zukunft. Vor der europäischen Rekordkulisse von 50 000 Zuschauern spielten Ice Tigers und Eisbären am Samstag ihr Winter Game im Nürnberger Fußballstadion. Hinterher gab... - Foto: dpa

Die Niederlage der Eisbären am Sonntag in Hannover geriet fast zur Nebensache. Denn mit den Köpfen waren die Berliner noch beim Freiluftspiel im Nürnberger Fußballstadion. Manager Peter John Lee denkt schon an eine Neuauflage und bringt das Olympiastadion ins Gespräch.

Am Sonntag sind die Eisbären wieder im Alltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gelandet. Nach dem Spiel im Freiluftstadion von Nürnberg vor 50 000 Zuschauern ging es einen Tag später in der Arena auf dem Hannoveraner Messegelände überschaubarer zu. Nur 3806 Zuschauer wollten das Spiel zwischen dem Tabellenelften und dem Tabellenfünften aus Berlin sehen. Die entscheidenden Zahlen waren allerdings nur unerfreulich für die Eisbären: Offensichtlich noch geschwächt vom 3:4 verlorenen Spiel in Nürnberg unterlagen sie auch bei den Scorpions, und zwar 1:4 (0:0, 1:2, 0:2).

Gedanklich waren in Hannover womöglich viele Berliner Profis noch beim Winter Game von Nürnberg. Eisbären-Manager und Geschäftsführer Peter John Lee sagte, dass sein Klub nun alles daran setzen müsse, so ein Event auch in Berlin stattfinden zu lassen. „Und da kommt für uns nur das Olympiastadion in Frage“, sagte Lee. In den kommenden Wochen werde er sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. Tatsächlich werden die Eisbären die Idee aber nicht so schnell verwirklichen können.

Auf dem Wege der Realisierung so eines Projektes sind andere Klubs wohl schon weiter. Denn um die Zukunft des Winter Games sehe es nach dem Rekordspiel von Nürnberg gut aus, sagte Gernot Tripcke am Samstag. Aus wirtschaftlicher Sicht seien die Klubs in der Liga nicht mehr so skeptisch wie vor dem Spiel, das für Initiator Thomas Sabo keinen finanziellen Verlust gebracht habe, sagte der DEL-Geschäftsführer. „Die Frage ist nicht, ob es ein nächstes Winter Game gibt, sondern wo und wie.“

Denn die Finanzierung im Vorfeld ist nicht unerheblich – für das Spektakel von Nürnberg hatte Sabo 1,2 Millionen Euro investiert. Viel Geld, das zum Beispiel Dietmar Hopp nicht locker machen will. Zwei mögliche Kandidaten für die nächste Saison gibt es aber schon: Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf würde gern in der Arena des VfL Wolfsburg gegen die Hannover Scorpions spielen. Eine Ansetzung, deren Strahlkraft sich vor allem auf Ost-Niedersachsen beschränkt.

Wahrscheinlicher ist daher, dass der EHC München mit Hilfe seines Hauptsponsors Red Bull für ein Spiel ins Münchner Olympiastadion umzieht. Tripcke wollte beide Varianten nicht dementieren aber auch nicht kommentieren. Es gebe einige Möglichkeiten. Die Liga werde das Spiel offiziell ausschreiben und dann entscheiden, wann und wo das nächste Winter Game stattfindet.

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