Online-Dialog : Den Familien kommt’s auf die Bildung an

Der Berliner Familienbeirat hat die Ergebnisse seines zweiten Online-Dialogs vorgestellt. Dabei hatten im Frühjahr Familien im Netz diskutiert, wie die Stadt familienfreundlicher werden kann.

„Ganz oben auf der Wunschliste steht eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagte der Vorsitzende des Familienbeirats, Peter Ruhenstroth-Bauer. Zu den „Dauerbrennern“ zählten außerdem die Themen Bildung, Betreuung, Wohnen und Verkehr.

Rund 200 registrierte Nutzer, davon zwei Drittel Frauen, hatten online diskutiert. Etwa 5400 Besucher lasen die Beiträge. Vorschläge der Diskutanten im Bereich Bildung und Betreuung waren etwa, die Hortbetreuung für Kinder auszubauen, mehr Lehrkräfte einzustellen und kleinere Klassen aufzumachen. Im Bereich Wohnen und Verkehr wünschten sich die Familien beispielsweise, Spielplätze besser zu pflegen, stärker gegen Hundekot vorzugehen und beim Neubau von Wohnungen auf kinderfreundliche Ausstattung zu achten. Für den öffentlichen Nahverkehr solle es außerdem kostenlose Kindertickets geben, so die Diskutanten. Für fast alle Berliner Kieze wurden außerdem kiezbezogene Verbesserungsvorschläge gemacht, die den Bezirken übergeben werden sollen.

Der Familienbeirat ist mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Kirchen besetzt. Er erstellt den Familienbericht, in den auch die Ergebnisse des Online-Dialogs einfließen – die Familien seien „Experten in eigener Sache“, so Ruhenstroth. Der Familienbericht wird im Herbst dem Senat übergeben. pth

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