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  • 21.09.2017 07:22 UhrSyrische Flüchtlinge hausen in Ruinen

    In der syrischen Stadt Tabka sind die meisten Häuser halb zerstört. Trotzdem leben hier Menschen: Flüchtlinge, die in Wohnungen geflohener früherer Mieter untergekommen sind. Tabka liegt zwar in Trümmern, doch immerhin wird hier nicht mehr geschossen und gebombt wie im 50 Kilometer entfernten Raka. Dort kämpfen von den USA unterstützte Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. 200.000 Menschen sind seit April aus Raka geflüchtet. Viele von ihnen nach Tabka.O-Ton Anwar al-Chalaf, aus Raka geflüchtet:'Wir haben vier Monate in einem Zelt gelebt, dann sind wir hierhergekommen. Erstmal haben wir kein Haus gefunden. Dann hat uns jemand von dieser Wohnung erzählt. Und jetzt räumen wir auf, damit wir hier leben können.' Das Leben in den eingestürzten Häusern ist gefährlich. Und dazu kommt, dass die Menschen für die Ruinenbehausungen auch noch Miete zahlen müssen.O-Ton Hiba al-Saleh, aus Raka geflüchtet:'Uns fehlt es an allem. Das Leben ist sehr schwierig. Die günstigste Miete liegt bei 50.000 Lira pro Monat. Und sie nehmen nur Dollar. Sie wollen 100 Dollar pro Monat. Das Leben ist hart.'Hiba al-Saleh und ihr kranker Mann haben mehrere Luftangriffe überlebt. Den Kämpfen in Raka sind sie entkommen. Jetzt hofft sie, dass sie nicht eines Tages von der einstürzenden Decke begraben werden. mehr

    Syrische Flüchtlinge hausen in Ruinen
  • 20.09.2017 15:28 UhrFlüchtlingeDie Spur der Schleuser in Brandenburg

    Der Fall der in einem Lkw entdeckten Flüchtlinge weist auch auf einen Wechsel der illegalen Routen hin. Doch wo sind die illegal Eingereisten? Von Sandra Dassler mehr

    Der Lkw, mit dem in der vergangenen Woche 51 Menschen illegal nach Deutschland gebracht wurden, war auf der A 12 unterwegs. Foto: Patrick Pleul/dpa
  • 18.09.2017 18:48 UhrDie verschwundenen Iraker von EisenhüttenstadtTraumziel Bielefeld

    Die aus einem Lastwagen befreiten zusammengepferchten Iraker sind weg. Einfach so. Da macht sich unser Kolumnist ein paar Gedanken. Eine Glosse. Von Bernd Matthies mehr

    Ein Polizeiauto in Brandenburg. Foto: dpa
  • 18.09.2017 17:30 UhrRohingya-Muslime aus BangladeschVertrieben und geflohen ins Chaos

    40.000 Rohingya-Muslime in Indien bangen um ihre Zukunft – die Regierung unterstellt „Terrorgefahr". In Bangladesch leben 400.000 in improvisierten Flüchtlingscamps. Von Agnes Tandler mehr

    Unerwünscht. In Myanmar werden die muslimischen Rohingya vertrieben. In Bangladesch leben sie unter unwürdigen Umständen in Flüchtlingsunterkünften, in Indien – hier in einem Camp in Neu-Delhi – agitiert die Regierung gegen sie. Foto: Sajjad Hussain/AFP
  • 18.09.2017 16:24 UhrBrandenburgEingeschleuste Flüchtlinge sind verschwunden

    Nach ihrer Rettung aus einem Schleuser-Lastwagen in Brandenburg waren die Iraker in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht worden. Wo sie jetzt sind, ist unklar.  mehr

    Ein Lkw, auf dem 51 Menschen nach Deutschland geschleust wurden, war auf der Autobahn 12 im brandenburgischen Grenzgebiet zu Polen von der Bundespolizei gestoppt worden. Foto: Patrick Pleul/dpa
  • 17.09.2017 20:35 UhrA12 in BrandenburgHaftbefehle für die Lkw-Schleuser

    51 Iraker mussten tagelang im einem Lkw ausharren. Seit 2015 hat Berlin 76 000 Flüchtlinge aufgenommen, teilte Senatsverwaltung für Integration mit. Von Sandra Dassler mehr

    Insgesamt 33 Erwachsene und 17 Kinder waren in dem Lastwagen eingepfercht, den die Polizei bei Müllrose anhielt und überprüfte. Foto: Patrick Pleul/dpa
  • 17.09.2017 13:26 UhrBundesinstitut für MigrationsforschungWie der Mainstream bunter wird

    Das neue Berliner Bundesinstitut für Migrationsforschung DeZIM diskutiert zum "inhaltlichen Auftakt", wie sich die Mehrheitsgesellschaft ändern muss. Von Valentin Feneberg mehr

    Musikfans jubeln bei einem Festival in New York. Foto: Angela Weiss/AFP
  • 17.09.2017 00:00 UhrA12 in BrandenburgSchleuser-Lkw hatte 51 Flüchtlinge im Laderaum

    Sie hatten Hunger und Durst und waren hochgradig gefährdet: 51 Menschen, darunter viele kleine Kinder, fand die Polizei in einem türkischen Lastkraftwagen. Von Sandra Dassler mehr

    Nachtstreife der Polizei (Symbolbild) Foto: Kitty Kleist-Heinrich
  • 16.09.2017 16:40 UhrA12 in Brandenburg Schleuser-Lkw hatte 51 Flüchtlinge im Laderaum

    Sie hatten Hunger und Durst und waren hochgradig gefährdet: 51 Menschen, darunter viele Kinder, fand die Polizei in einem türkischen Lastkraftwagen. Von Sandra Dassler mehr

    Nachtstreife der Polizei (Symbolbild) Foto: Kitty Kleist-Heinrich
  • 15.09.2017 12:48 UhrBericht der UNZahl der Hungerleidenden steigt wieder deutlich

    Jahrelang wuchs die Hoffnung, den Hunger in der Welt zu bezwingen. Doch Kriege, Dürren und Flutkatastrophen kehren die Entwicklung um.  mehr

    Ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wiegt im Südsudan ein Kind. Foto: dpa
  • 15.09.2017 11:36 UhrNeun Thesen zur BundestagswahlVon der Groko nach Jamaika

    Was tun, wenn die AfD stärkste Oppositionspartei wird? Nur noch neun Tage bis zur Bundestagswahl. Passend dazu neun subjektiv gefärbte Thesen. Von Malte Lehming mehr

    Blick in die Tomatenkugel (das Tomatenei) - wer gewinnt? Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
  • 15.09.2017 11:03 UhrBerlin-TempelhofUmstrittene Flüchtlingsschule wird später fertig

    Die Zusammenlegung von bis zu 100 jugendlichen Flüchtlingen verzögert sich. Die Bildungsgewerkschaft GEW beklagt „Konfusion" bei Jugendlichen und bezirklichen Schulämtern. Von Susanne Vieth-Entus mehr

    Isoliert im Gewerbegebiet: Die ehemalige Teske-Schule war Notunterkunft und soll jetzt zu einem Bildungszentrum für Flüchtlinge und die VHS werden, bevor sie in einigen Jahren als Grundschule dienen soll. Foto: Susanne Vieth-Entus
  • 15.09.2017 07:46 UhrSteckengeblieben in Belgrad: Schulbeginn für Flüchtlingskinder

    Mit dem Ende der Sommerferien hat in Serbien das neue Schuljahr begonnen. Während einige Kinder noch immer der unbeschwerten Zeit nachzuhängen scheinen, zeigen sich andere Schüler wissbegierig. Sie sind als Flüchtlinge mit ihren Familien in der serbischen Hauptstadt Belgrad hängengeblieben, nachdem die Balkanroute geschlossen wurde und sie ihren Weg in die EU nicht weiter fortsetzen konnten. Jetzt lernen sie Serbisch und die kyrillische Schrift.O-Ton Schwaib Nasari, kommt aus Afghanistan:'Die Schule ist gut, die anderen Jungs quatschen manchmal ein bisschen und sind laut, aber da achte ich nicht drauf. Jede Woche haben wir vier Mal Serbisch-Unterricht, damit sind wir ziemlich beschäftigt. Und wir haben viele Freunde in der Schule.'Etwa 4000 Flüchtlinge sitzen in Serbien fest, davon sind etwa 1500 im schulpflichtigen Alter, 700 Kinder besuchen derzeit den Unterricht. Eine Herausforderung für das relativ arme Land.Die Behörden wiesen im Mai die Schulen im Umkreis von Flüchtlingsheimen an, alle Kinder aufzunehmen. Viele serbische Eltern waren zunächst skeptisch. O-Ton Valentina Pandjeitan, Schulleiterin:'Sie dachten, dass die Lehrer viel Zeit verlieren würden, weil die Kinder nicht so gut Serbisch verstehen, und dass sie sich mehr um die Flüchtlinge kümmern würden als um die anderen Schüler. Aber in der Praxis hat sich das nicht bewahrheitet und die Eltern haben deshalb auch keine Probleme gemacht'.Den Kindern fällt es leicht, sich in den neuen Kulturkreis zu integrieren. Doch ihre Eltern zieht es weiter in den Westen - nur etwa zehn Prozent der Flüchtlinge haben einen Asylantrag in Serbien gestellt. mehr

    Steckengeblieben in Belgrad: Schulbeginn für Flüchtlingskinder
  • 14.09.2017 15:56 UhrSchutzprogramm für FlüchtlingeTrump widerspricht Demokraten: Kein „Deal“ über Einwanderungsprogramm

    Update"Es gab letzte Nacht keinen Deal" twittert der US-Präsident. Die Demokraten hatten zuvor von einer Einigung gesprochen. Doch Trump findet auch ungewöhnliche Worte über Migranten.  mehr

    AUS-Präsident Donald Trump. Foto: dpa
  • 14.09.2017 06:04 UhrNeuer Flüchtlings-'Dschungel' in Brüssel?

    Seit fünf Monaten geben freiwillige Helfer in Brüssel Essen an Flüchtlinge aus. Früher haben sie im berüchtigten Lager 'Der Dschungel' im nordfranzösischen Calais gearbeitet - bis es geräumt wurde. Nun fürchten die Helfer, dass in Brüssel ein zweiter 'Dschungel' entsteht.O-Ton Yassine Haj Idrissi, freiwilliger Helfer:'Am Anfang, als wir die ersten Essen ausgegeben haben, waren hier 200 Leute. Jetzt sind es 650. Das ist ehrlich gesagt kritisch. Die Menschen sehen für sich keine Lösung. Sie leben in einem Park, sie sind verloren und wissen nicht, wo sie hin sollen. Manch einer sagt, dass das ein belgisches Problem ist, oder ein Problem bestimmter Länder. Aber es ist ein europäisches Problem.'Die Flüchtlinge leben derzeit in diesem Park. Die meisten kommen aus dem Sudan und Eritrea. Viele wollen nach Großbritannien. Einige hoffen auf Asyl in Belgien. Hilfsorganisationen fordern die Behörden auf, Behelfsunterkünfte zu schaffen.O-Ton Stéphane Heyman, Hilfsorganisation Ärzte der Welt:'Es gibt Lösungen, es gibt leerstehende Gebäude gleich neben dem Park. Es gäbe Akteure, die helfen könnten, das Rote Kreuz zum Beispiel oder andere. Die Mittel für eine Lösung sind da. Es braucht nur den politischen Willen dazu.'Die belgische Regierung hat bislang nichts unternommen. Die Helfer sagen, sie wollen den Flüchtlingen weiter Essen bereitstellen - bis eine Lösung gefunden ist. mehr

    Neuer Flüchtlings-'Dschungel' in Brüssel?
  • 13.09.2017 13:29 UhrAbschiebeflug nach KabulAcht abgeschobene Asylbewerber in Afghanistan eingetroffen

    UpdateTrotz Protesten von Menschenrechtsaktivisten hat Deutschland wieder ein Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern nach Afghanistan geschickt. Laut de Maizière allesamt Straftäter.  mehr

    Risa Risjai (M), ein 40jähriger Asylbewerber aus Afghanistan, kommt am 13.09.2017 mit einem Abschiebeflug aus Düsseldorf in Kabul, Afghanistan, an, nachdem sein Asylantrag in Deutschland abgelehnt worden ist. Wie Risjai sagt, verbrachte er zwei Jahre und acht Monate im Gefängnis in München, nachdem ihn sein Frau beschuldigt hatte, ihn geschlagen zu haben. Foto: dpa
  • 12.09.2017 16:44 UhrEU-FlüchtlingspolitikIm Clinch mit Orban

    Es hat einen Grund, warum Kanzlerin Angela Merkel mit Viktor Orban ins Gericht geht: Ungarns Regierungschef ist ihr Gegenspieler in der EU-Flüchtlingspolitik. Von Albrecht Meier mehr

    Merkels Gegenspieler in der EU-Flüchtlingspolitik: Ungarns Regierungschef Orban. Foto: dpa
  • 12.09.2017 12:47 UhrGeflüchteter in der SPDAus Afghanistan in den Bundestag

    Ahmad Wali Temori floh vor den Taliban nach Berlin. Als Mitglied der SPD will er sich einbringen in seiner neuen Heimat - und auch andere dazu ermutigen. Von Ahmad Wali Temori mehr

    Einblicke in den Bundestag bekam unser Autor Ahmad Wali Temori bei einem sechsmonatigen Praktikum. Foto: Imago/CommonLens
  • 12.09.2017 11:18 UhrBerliner Polizei und BundespolizeiGroßeinsatz gegen afrikanische Schleuser

    UpdateRazzia gegen Schleuser: 400 Polizisten durchsuchten am Dienstag 41 Wohnungen. Fünf Personen wurden festgenommen, 300.000 Euro beschlagnahmt. Von Lars von Törne, Jörn Hasselmann mehr

    Gemeinsamer Einsatz. Immer wieder gehen Bundespolizei und Berliner Polizei gegen Schleuser vor, hier ein Archivbild von 2012. Foto: imago stock&people
  • 11.09.2017 11:01 UhrMythen über MigrationDeutschland war schon immer ein Einwanderungsland

    Die deutschen Gedächtnislücken beim Thema Migration gefährden die Zukunft. Ein Kommentar. Von Andrea Dernbach mehr

    Flüchtlingsunterstützer bei einer Demonstration in der Nähe einer Asylbewerberunterkunft in Dresden. Foto: dpa

Themenschwerpunkt Exiljournalisten

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