Mercedes : Daimler-Chef dämpft Erwartung auf Schumacher-Sieg

Neue Mannschaft, neue Fahrer: Bei so viel Neuem, was Konzernchef Zetsche bei der Mercedes-Vorstellung des Formel-1-Teams mit Michael Schumacher präsentierte, wurde ihm offenbar etwas mulmig - weshalb er die ausgegebenen Superlative gleich selbst relativierte.

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Konzernchef Zetsche (l.) und sein Hoffnungsträger für den Rennsport: Michael Schumacher. -Foto: ddp

StuttgartUm 11.14 Uhr hat Mercedes am Montagmorgen das Geheimnis um die neue Lackierung des Silberpfeils gelüftet. Azubis aus den Werken in Untertürkheim und Sindelfingen rollten den Vorjahresrenner mit Lack-Outfit für die Formel-1-Saison 2010 auf die Bühne im Mercedes-Museum in Stuttgart. In den neuen Silberpfeilen, die am kommenden Montag bei den Tests in Valencia erstmals auf die Strecke gehen, werden Rekordweltmeister Michael Schumacher und dessen Teamkollege Nico Rosberg das erste deutsche Duo in der Königsklasse im ersten eigenen Mercedes-Team seit 55 Jahren an den Start gehen. 

"Wir machen die deutsche Nationalmannschaft der Formel 1 perfekt", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche: "Ein bisschen Nationalstolz ist berechtigt." Gleichzeitig mahnte er auch Geduld an. "Wir haben ein denkbar klares Ziel: Wir wollen Weltmeister werden. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass es im ersten Jahr klappen muss", sagte er. "Wir sind ein neues Team - geben Sie uns ein bisschen Zeit."

"Ich fühle mich extrem motiviert"

Schumacher selbst zeigte sich optimistisch. "Ich bin davon überzeugt, dass Mercedes GP Petronas für den Kampf um die Weltmeisterschaften in einer sehr guten Position sein wird, und ich werde meinerseits alles dafür tun", sagte der siebenmalige Weltmeister. "Diese Saison ist wie ein Neustart für mich, ich fühle mich extrem motiviert". Er könne es jetzt kaum abwarten, ins Auto zu steigen.

Neben dem 41 Jahre alten Rekordweltmeister Schumacher, der einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, will auch der 17 Jahre jüngere Rosberg um den WM-Titel kämpfen. Saisonstart ist am 14. März in Bahrain. (sf/dpa)

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