Vorsorge : Altersabhängige Vorsorgeuntersuchungen für Erwachsene

Diese Untersuchungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen.

Leonard Hillmann

Der Vorsorgekalender für gesetzlich versicherte Erwachsene ist umfangreich und unterscheidet sich teilweise von Kasse zu Kasse. Deshalb sind im Folgenden nur die wichtigsten und zentral vorgeschriebenen Vorsorgeleistungen genannt:

Frauen
Ab dem 20. Lebensjahr kann einmal jährlich eine Genitaluntersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen bei Frauen erfolgen. Für sexuell aktive Frauen bis zum 25. Lebensjahr übernimmt die Kasse einmal jährlich einen Test auf Chlamydien, die weltweit häufigste sexuell übertragbare Infektionskrankheit.

Ab dem 30. Lebensjahr kommt zur Krebsvorsorge bei Frauen eine jährliche Tastuntersuchung der Brust hinzu. Der Frauenarzt leitet die Patientinnen in der Selbstuntersuchung an. Diese soll jeweils zum Anfang des weiblichen Zyklus erfolgen.

Vom 50. bis zum 69. Lebensjahr werden Frauen alle zwei Jahre zur Mammografieuntersuchung eingeladen, also einer Röntgenanalyse der Brust auf Tumoren.

Männer
Ab dem 45. Lebensjahr ist für Männer eine jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Genitalien und Prostata empfehlenswert.

Frauen und Männer
Ab dem 35. Lebensjahr erfolgt alle zwei Jahre ein Gesundheits-Check-up für Männer und Frauen zur Früherkennung insbesondere von Nieren- und Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs. Dazu gehören ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt, eine Ganzkörperuntersuchung inklusive Blutdruckmessung, die Laboranalyse von Blutproben zur Ermittlung der Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie eine Untersuchung des Urins. Zusätzlich ab dem 35. Lebensjahr findet alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening mit einer Ganzkörperuntersuchung der Haut statt. Außerdem erfolgt eine Tastuntersuchung der Lymphknoten.

Vom 50. bis zum 54. Lebensjahr werden eine jährliche Dickdarm- und Enddarmuntersuchung für Frauen und Männer zur Darmkrebsvorsorge angeboten. Dies geschieht in der Regel in Form eines Tests auf verborgenes Blut im Stuhl.

Ab dem 55. Lebensjahr erfolgt die Darmkrebsfrüherkennung für beide Geschlechter alle zwei Jahre per Test auf verborgenes Blut im Stuhl oder durch maximal zwei Vorsorge-Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren. Diese werden mit einem Endoskop durchgeführt, mit dem der Arzt den gesamten Dickdarm auf Krebs beziehungsweise dessen Krebsvorstufen durchsucht. Generell gilt diese Vorsorgeuntersuchung als mustergültiges Beispiel für eine sinnvolle Krebsprävention, da Darmkrebs im Frühstadium sehr gut heilbar ist.

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