Informatik an der Freien Universität : "Danach wusste ich, dass ich es schaffe"

Schnupperkurse in Informatik helfen Schülern bei der Entscheidung für das Studienfach - ein ehemaliger Teilnehmer erzählt.

Manuel Krane
Oliver Wiese hat schon vor seinem Studium einen Informatikkurs der Freien Universität belegt. Heute ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Oliver Wiese hat schon vor seinem Studium einen Informatikkurs der Freien Universität belegt. Heute ist er wissenschaftlicher...Foto: Manuel Krane

Vom Studienfach Informatik haben Schülerinnen und Schüler oft nur eine vage Vorstellung. Viele wissen nicht, was sie an der Universität erwartet. Um das zu ändern, hat die Freie Universität 2008 mit Unterstützung der Ernst-Denert-Stiftung das Programm ProInformatik entwickelt. Hier absolvieren Interessierte bereits vor Studienbeginn Module, die sie sich später im Studium anrechnen lassen können. Einige Kurse finden in den Sommerferien statt, damit Schüler bereits vor dem Abitur Uni-Luft schnuppern können. Oliver Wiese hat 2009 an ProInformatik teilgenommen und ist an der Freien Universität geblieben. Heute ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik und arbeitet daran, Systeme sicher und benutzbar zu machen.

Herr Wiese, warum haben Sie am Programm ProInformatik teilgenommen?
Ich wollte eigentlich direkt nach dem Abitur 2008 studieren, bin dann aber kurz vor Semesterbeginn noch von der Bundeswehr eingezogen worden. Nach meinem neunmonatigen Grundwehrdienst hatte ich noch etwas Zeit bis zum Beginn des nächsten Semesters, und die wollte ich nutzen. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich den mathematischen Anforderungen im Informatikstudium gewachsen sein würde, und habe eine Möglichkeit gesucht, das auszutesten. Da kam mir das ProInformatik-Programm gerade recht.

Welche Kurse haben Sie absolviert?
In meinem ersten Kurs ging es um einen Teilbereich der Mathematik, der im Informatikstudium benötigt wird. Das Thema war durchaus eine Herausforderung und ich war sehr stolz, dass ich am Ende des vierwöchigen Kurses die Prüfung bestanden habe. Damit war für mich klar, dass ich mit dem Fach Mathematik im Studium keine Probleme bekommen würde. Anschließend habe ich noch einen Kurs zum Thema Programmierung besucht.

Hat die Teilnahme am Programm ProInformatik Ihre Studienfachwahl beeinflusst?
Ich wusste danach, dass ich Informatik studieren will – und kann. Ich habe direkt im Wintersemester mit dem Studium begonnen. Ein weiterer Vorteil war, dass ich die Freie Universität nun schon kannte und mir alles sehr vertraut war. Die Kurse konnte ich mir anrechnen lassen, dadurch hatte ich während des Bachelorstudiums Zeit, noch zusätzliche Kurse zu besuchen. Im vierten Semester habe ich so bereits Lehrveranstaltungen für Masterstudierende besucht.

Würden Sie das Programm empfehlen?
Ich würde jedem, der mit dem Gedanken spielt, Informatik zu studieren, zur Teilnahme raten. Gerade wenn man sich noch nicht sicher ist, ob es das richtige Fach ist – spätestens nach ein oder zwei ProInformatik-Kursen weiß man es. Das ist besser, als erst nach ein paar Semestern festzustellen, dass einem das Fach nicht liegt. Aber auch, wer weiß, dass Informatik das Richtige ist, profitiert davon, weil man schneller durchs Studium kommt: Absolvierte Module lassen sich später anrechnen. Außerdem ist die Betreuung durch Tutoren und Dozenten in dem Programm sehr gut; man kommt relativ schnell auf sehr interessante, weiterführende Themen zu sprechen.

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