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Füchse im Terminstress : Spiele gegen den Spielplan

07.12.2012 16:26 Uhrvon
Opfer des Spielplans? Sven-Sören Christophersen fehlt den Füchsen bis Ende des Jahres mit Außenbandanriss und einer leichten Meniskusverletzung im rechten Knie.Bild vergrößern
Opfer des Spielplans? Sven-Sören Christophersen fehlt den Füchsen bis Ende des Jahres mit Außenbandanriss und einer leichten Meniskusverletzung im rechten Knie. - Foto: dpa

Seit Ende August haben die Spieler der Füchse 23 Pflicht- sowie diverse Länderspiele absolvieren müssen. „Der Spielplan ist im Moment einfach brutal", klagt Trainer Sigrudsson. Damit steht er nicht alleine.

Dagur Sigurdsson hätte allen Grund zur Zufriedenheit gehabt. 37:27 gegen den HSV Hamburg, den Meister des Vorjahres, zurück auf Bundesliga-Rang drei, phasenweise brilliert – ein guter, ein entspannter Abend war das für den Trainer der Füchse Berlin. Doch der Isländer wurde grundsätzlich: „Ich finde es sehr schade, dass wir unter solchen Umständen spielen mussten“, sagte Sigurdsson. „Was hier passiert ist, ist nicht gut für unseren Sport.“

Insgesamt beklagten beide Teams etwa ein Dutzend verletzte oder angeschlagene Akteure, darunter viele Nationalspieler.

„Das ist kein Zufall“, sagte Sigurdsson, „der Spielplan ist im Moment einfach brutal.“ Martin Schwalb, sein Hamburger Kollege, hätte das umgehend unterschrieben.

Die Belastungsdebatte im Handball erreicht längst alle Ebenen, national wie international. Das Programm, das allein die Berliner seit Ende August abgerissen haben: 23 Pflicht- und diverse Länderspiele. Besonders Spitzenmannschaften sind von Verletzungen betroffen, weil sie eben viele Auswahlspieler beschäftigen und durch die Champions League durch Europa reisen.

Der renommierte Wettbewerb verlangt nach einer strukturellen Reform. Der Vorrundenmodus mit vier Sechsergruppen, aus denen nach Hin- und Rückspiel wiederum die vier Punktbesten weiterkommen, geht den Teams auf dem Weg in die K.-o.-Runde an die Substanz.

Ein anderes Problem bilden EM und WM. Die finden traditionell jeweils im Zwei-Jahres-Takt statt – und zu einem Zeitpunkt, der seit Ewigkeiten großen Unmut hervorruft, nämlich im Januar, wenn die meisten Mannschaftssportarten pausieren, vor dem Rückrundenstart in der Bundesliga und den Ausscheidungsspielen im Europapokal, also mitten in der Saison.

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